Kann ein großes Messer, was ein kleines kann? Condor Moonshiner vs Bushlore mini

Kann ein großes Messer, was ein kleines kann? Wenn euch das interessiert, schaut rein 🙂 Ich teste hier mit dem Condor Moonshiner und dem Condor Bushlore Mini.

Jurtenland Tarp

Robuster wird es nicht und die 25 Abspannpunkte sorgen dafür, dass man das Tarp immer richtig abspannen kann. Ich bin wirklich vollends begeistert und für mich ist die Suche nach einem Natural Bushcraft Tarp damit erstmal beendet. Zwar sind die Schlaufen nicht aus Baumwolle, sondern aus einer Kunstfaser und es ist nicht vollständig ohne Plastik, aber da es so hervorragend funktioniert, kann ich darüber hinwegsehen. Alle weiteren Details als auch Aufbauvarianten findet ihr im Video und das Tarp findet ihr hier: https://www.jurtenland.de/shop/Bushcraft

Drei schnelle und einfache Pot Hanger

 

Ich zeige euch hier 3 ganz einfache und schnell zu machende Pot Hanger. Manchmal kann man filigran arbeiten, manchmal muss es aber auch schnell gehen, oder man möchte gar nicht filigran arbeiten bzw. kann es nicht. Genau dafür sind diese Varianten gedacht – schnell und einfach 🙂

Einfache Steinschleuder aus Jute Schnur

In diesem Video baue ich mir zwei Steinschleudern. Einzig Jute Schnur verwende ich dafür und mein Messer um diese steinzeitliche Waffe zu bauen. Mehr braucht es auch nicht. Aber Vorsicht. Es handelt sich hierbei nicht um ein Spielzeug oder dergleichen, sondern um eine Waffe. Daher nicht unbedacht verwenden, sondern nur dann, wenn man sicherstellen kann, dass man sich und andere nicht in Gefahr bringt!

Seil Hängematte Aufbauanleitung

Wie schon bei der letzten Tour angekündigt, gibt es hier nun eine ausführliche Anleitung zum Bau einer Hängematte aus Seilen und etwas Holz. Es braucht ein wenig Zeit, also 30-60 Minuten sollte man schon einplanen, aber dafür liegt man wirklich hervorragend. Diese Art Hängematte habe ich nicht das letzte Mal gebaut.

Wolldecke statt Schlafsack

In diesem Teil der Natural Bushcraft Reihe geht es um die Wolldecke als Ersatz für einen Schlafsack. Was kann sie? Was sind die Vor- und was sind die Nachteile? In Sachen Schlafklima und Vielseitigkeit ist sie natürlich ungeschlagen, doch wenn es um Wärmeleistung im Verhältnis zum Gewicht geht, dann wird es mau.

Hanf Schnur statt Paracord

Paracord ist ja nun ein Klassiker unter den Schnüren beim Bushcraft und wird immer gerne genommen. Vollkommen zu Recht, denn es ist auch gut. Aber es ist nicht alternativlos! Hanf- oder Juteschnur sind da zwei hervorragende Alternativen, denn nicht nur lässt sich damit sehr gut arbeiten und Knoten, man kann diese Schnüre auch auffasern und hat so stets ein Zundernest dabei. Aber sie haben auch nicht nur Vorteile, seht selbst.

Outdoor Gefahren: Erfrierungen

Ich möchte diese kleine Reihe gerne fortsetzen und nachdem ich ja schonmal ein paar Zeilen zu der Gefahr durch Unterkühlung schrieb, möchte ich auch die Erfrierungen nicht außer acht lassen.

Oft gehen Erfrierungen einher mit der Unterkühlung. Erfrierungen entstehen meist durch lokale Einwirkung von Kälte, ohne das dabei insgesamt die Körpertemperatur fällt (zumindest nicht zwingend). Die vom Kern entfernten Bereiche des Körper sind dabei am stärksten gefährdet. Das sind neben Fingern und Zehen auch die Nase und Ohren. Grundsätzlich kann aber alles betroffen sein was der Kälte am intensivsten ausgesetzt wird.

Es gibt vier Grade einer Erfrierung:
  • 1. Grad: Hautschwellung, Gefäße ziehen sich zusammen, die Haut ist gräulich weiß, brennender Schmerz
  • 2. Grad: Schädigung der Ober- und Unterhaut. Es kommt zur Blasenbildung
  • 3. Grad: Die Haut ist blass, später blau. Es kommt zu Einblutungen und schwarzen Gewebezerstörungen
  • 4. Grad: es treten nichtumkehrbare Gewebszerstörungen auf.

Schmerzen sind in hierbei ein sehr wichtiger Indikator, um festzustellen, in welchem Zustand sich die erfrorene Extremität befindet: Je weniger Schmerz man dort empfindet, desto höher ist der Grad der Erfrierung. Genau aus diesem Grund sollte man so schnell wie möglich reagieren! Wenn der Schmerz nachlässt, ohne dass man an etwas unternommen hat die Kälte zu reduzieren, dann ist das wie geschrieben kein gutes Zeichen. Wenn man also noch Kälteschutz hat, sollte man ihn anlegen. Dabei kann man auch improvisieren. Wenn man noch einen Schal im Rucksack hat, am Hals aber gut genug geschützt ist, kann man ihn auch teilen und bspw. um die Füße wickeln, oder das Gesicht weiter einwickeln, so dass möglichst wenig der Kälte ausgesetzt wird.

Dazu sollte man aufpassen nichts zu tragen, was zu eng ist! Das stört die Durchblutung und das begünstigt Erfrierungen! Alkohol und Zigaretten sind ebenfalls tabu, dass muss heutzutage wohl nicht mehr geschrieben werden! Beides verschlechtert die Durchblutung.

Bewegung ist besser als Stillstand. Leichte Gymnastische Übungen, trippeln auf der Stelle etc. sind Möglichkeiten, den Körper zu wärmen.

Die Wärmeschichten sollten nach Möglichkeit keine Lücken haben. Also Socken sollten über die Hose gezogen werden, Ärmel über die Handschuhe etc. So dass alles ein geschlossenes System ist, und die Wärme nicht entweichen kann.

Der R-Wert einer Isomatte

Was ist der R-Wert?

Jetzt wird es langsam aber sicher merklich kälter und damit wird auch die Isolation nach unten immer wichtiger. Hier soll es jetzt gar nicht darum gehen welche Iso Matte die Beste ist, sondern darum, woran man erkennt welche Matte sich überhaupt eignet.

Um zu erkennen, welche Iso-Matte für die angepeilten Temperaturen die Richtige ist, muss man sich an den R-Wert halten. Dieser Wert gibt den  Wärmedurchgangswiderstand an, sagt also etwas darüber aus wie gut das jeweilige Material isoliert/dämmt.

Der R-Wert einer Iso-Matte hängt dabei von mehreren Faktoren ab, u.a. Stärke und Material.

Eine 0,5cm dicke Evazote hat also einen geringeren R-Wert als eine 1,5cm Evazote. Das ist einfach und leuchtet ein. Doch wie verhält sich eine 1,5cm Evazote zu einer einfachen 3cm Luftmatte? Wie ist es, wenn es keine plane Schaumstoffmatte ist, sondern sie Rillen hat und somit für weitere Lufteinschlüsse und/oder Abstand zum Boden sorgt?

Und genau hier kommt eben der R-Wert ins Spiel, weil man anhand dieses Wertes alle Matten direkt miteinander vergleichen kann, auch wenn sie von ganz unterschiedlicher Art sind.

Hier eine kleine Übersicht welcher R Wert welchen Radius abdeckt und nachfolgend ein paar Tipps, denn R Wert ist nicht alles:

R-Werte:
  • 1    bis + 7 °C
  • 2    bis + 2 °C
  • 3    bis – 5 °C
  • 4    bis – 11 °C
  • 5    bis – 17 °C
  • 6    bis – 24 °C

Der R-Wert ist zwar ein fester Faktor, aber wie bei tatsächlicher und gefühlter Temperatur, spielen noch ein paar weitere Dinge eine Rolle. Der R Wert bleibt natürlich identisch, aber wie man ihn wahrnimmt kann unterschiedlich sein.

Die eigene körperlichen Verfassung, das generelle Kälteempfinden und auch der Untergrund spielen da eine nicht zu verachtende Rolle! Weiß man also, dass man -11 Grad zu erwarten hat, sollte man sich überlegen ob man lieber die Matte mit dem R Wert von 5 nimmt oder ob die mit dem Wert 4 schon ausreicht. Ich würde in der Regel lieber auf Nummer sicher gehen. Wird es nur -10 ist alles gut, wird es aber dann doch -15 hat man ggf. eine sehr kalte Nacht. Glücklicherweise kann man da aber auch ein wenig entgegen wirken und so auch Gewicht sparen.

Denn der R-Wert einer Matte lässt sich auch etwas erhöhen. Der Untergrund macht da eben einen entscheidenden Unterschied. Wenn die Matte auf kaltem Stein liegt wird es auf ihr „kälter“ sein, als wenn sie auf einer dicken Schicht aus Reisig oder einfach schon auf Waldboden liegt, da hier der Untergrund selber eine gewisse Isolation bringt. Auch die Dicke des Schlafsacks hat einen gewissen Einfluss. Zwar geht durch die Kompression das meiste der Schlafsackisolation nach unten verloren, aber eben nicht alles! Auch die Kleidung kann die Isolation weiter erhöhen – wer sich unbekleidet und dann mit dicken Winter Klamotten auf den kalten Boden legt, wird den Unterschied schnell merken – das funktioniert auf der Isomatte nicht anders!

Zudem lassen sich auch mehrere Iso-Matten kombinieren. Der R-Wert addiert sich dabei! Auch das ist enorm praktisch. Wenn ich also zwei Matten habe, eine mit einem Wert von 2 und eine mit einem Wert von 3 und ich lege sie aufeinander, dann habe ich eine Isolationswirkung, die dem R-Wert 5 entspricht. So kann man bspw. eine Sommermatte und eine Herbstmatte zu einer Wintermatte kombinieren. Oder aber man kann eine Schaumstoffmatte und eine Luftmatte kombinieren.

Insgesamt macht es absolut Sinn den R Wert zu beachten oder die Matten eben entsprechend zu kombinieren um den passenden R Wert zu erreichen und es ist idR. eine gute Idee ein wenig Puffer einzuplanen. Gerade wenn man lange Touren macht, ist man durch die Erschöpfung Kälteempfindlicher und friert entsprechend schneller. Dann wird man es sehr zu schätzen wissen wenn die Isolation nach unten noch Reserven aufweist und nicht am Limit ist, sprich das erfrieren verhindert, aber schon lange nicht mehr komfortabel ist.

Mit steigender Erfahrung wird man für sich ohnehin den „persönlichen R Wert“ finden und weiß irgendwann welche Isolation man wann braucht oder ergänzt sich diese durch Reisig und Platzauswahl etc., aber bis dahin ist der R Wert ein guter Richtwert der auch erstaunlich präzise ist.

In diesem Sinne