Der R-Wert einer Isomatte

Was ist der R-Wert?

Jetzt wird es langsam aber sicher merklich kälter und damit wird auch die Isolation nach unten hin immer wichtiger. Hier soll es jetzt gar nicht darum gehen, welche Iso Matte die beste ist, sondern darum, woran man erkennt, welche Iso Matte überhaupt geeignet ist.

Um zu erkennen, welche Iso-Matte die für die angepeilten Temperaturen richtige ist, muss man sich an dem R-Wert halten. Dieser Wert bestimmt den Wärmedurchgangswiderstand. Wie der Name also sagt, bestimmt er, wie sehr das jeweilige Material isoliert/dämmt.

Der R-Wert einer Iso-Matte hängt dabei von mehrern Faktoren ab, u.a. dicke und Material. Eine 0,5cm Evazote hat einen geringeren R-Wert als eine 1,5cm Evazote. Das ist einfach und leuchtet ein. Doch wie verhält sich eine 1,5cm Evazote zu einer einfachen 3cm Luftmatte? Und genau hier kommt eben der R-Wert ins Spiel, weil man anhand dieses Wertes alle Matten direkt miteinander vergleichen kann.

Statt euch jetzt die Formel zur Berechnung zu nennen, hier eine kleine Übersicht samt ein paar Tipps:

R-Werte:
  • 1    bis + 7 °C
  • 2    bis + 2 °C
  • 3    bis – 5 °C
  • 4    bis – 11 °C
  • 5    bis – 17 °C
  • 6    bis – 24 °C

Der R-Wert ist zwar ein berechneter Faktor, aber wie bei tatsächlicher und gefühlter Temperatur, spielen noch ein paar weitere Dinge eine Rolle. Beispiele wären die eigene körperlichen Verfassung, wie das generelle Kälteempfinden ist und auch der Untergrund spielt eine gewisse Rolle. Weiß man also, dass man -11 Grad zu erwarten hat, sollte man sich überlegen ob man lieber die Matte mit dem Wert 5 nimmt oder ob die mit dem Wert 4 schon ausreicht. Ich würde lieber auf Nummer sicher gehen, da der Gewichtsunterschied nicht dramatisch sein sollten. Alle UL Extremisten haben hier natürlich die Möglichkeit deutlich Gewicht zu sparen, indem sie den folgenden Tipp berücksichtigen.

Denn der R-Wert einer Matte lässt sich auch etwas erhöhen. Der Untergrund macht da wie schon erwähnt keinen unerheblichen Unterschied. Wenn die Matte auf kaltem Stein liegt wird es auf ihr „kälter“ sein, als wenn sie auf einer dicken Schicht aus Laub und Zweigen liegt, da hier der Untergrund selber eine gewisse Isolation bringt. Auch die Dicke des Schlafsacks hat einen gewissen, wenn auch recht kleinen, Einfluss.

Zudem lassen sich auch mehrere Iso-Matten kombinieren. Der R-Wert addiert sich dabei. Wenn ich also zwei Matten habe, einen mit einem Wert von 2 und eine mit einem Wert von 3 und ich lege sie aufeinander, dann habe ich eine Isolationswirkung, die dem R-Wert 5 entspricht. Hier braucht man sich also nicht unbedingt gleiche ein dicke Matte holen, wenn man schon zwei daheim hat die man kombinieren kann.

Gerade im Winter mache ich es in der Regel so, dass ich eine Evazote und eine Luftmatte kombiniere. So habe ich hohe Isolation und hohen Komfort zugleich. Wenn ihr noch Informationen haben wollt was die Vor- und Nachteile der beiden Arten (Schaumstoff und Luftmatte) betrifft, könnt ihr gerne HIER nachschauen.

In diesem Sinne

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