Frost River Isle Royale Bushcraft

In diesem dritten Teil meiner Natural Bushcraft Reihe stelle ich den Frost River Isle Royale Bushcraft vor. Ein Rucksack aus 99% natürlichen Materialien und eine wahre Schönheit. Ziemlich schwer und von einem Trage „System“ kann hier auch nicht die Rede sein, da ganz klar mit einem klassischem Fokus aber einfach eine Freude bei der Benutzung – zumindest wenn man nicht auf Fernreise ist.

Hanf Schnur statt Paracord

Paracord ist ja nun ein Klassiker unter den Schnüren beim Bushcraft und wird immer gerne genommen. Vollkommen zu Recht, denn es ist auch gut. Aber es ist nicht alternativlos! Hanf- oder Juteschnur sind da zwei hervorragende Alternativen, denn nicht nur lässt sich damit sehr gut arbeiten und Knoten, man kann diese Schnüre auch auffasern und hat so stets ein Zundernest dabei. Aber sie haben auch nicht nur Vorteile, seht selbst.

Natural Bushcraft

Natural Bushcraft

Dies ist der Start meiner neuen Reihe Natural Bushcraft oder natürliches Waldhandwerk.

In dieser Reihe geht es darum, Ausrüstung aus natürlichen Materialien zu zeigen, da ich für meine Bushcraft Zwecke nach und nach zu diesen Materialien umsteige.

Das hat mehrere Gründe, primär aber den, dass ich mich mit natürlichen Materialien einfach wohler fühle. Sei es die Wolldecke, in der ich einfach wahnsinnig gut schlafe oder aber Hanf- und Juteschnur. Ich mag das Gefühl dieser Materialien einfach. Sie sind nicht kühl und tot, sondern fühlen sich „lebendig“ an.

Natural Bushcraft ist dabei ein Name, der aus der Not heraus geboren wurde, weil mir einfach nichts besseres eingefallen ist. Natürlich hätte ich auch, wie eingangs geschrieben, „Natürliches Waldhandwerk“ nehmen können. Das Wort Bushcraft hat sich aber so durchgesetzt, das natural Bushcraft einfach die bessere Wahl zu sein schien. Wenn ihr da noch andere Ideen habt, lasst hören.

Es geht bei dieser Reihe übrigens nicht darum zu vergleichen, oder schlechter und besser zu offenbahre. Alles hat seine Vorteile, und alles hat seine Nachteile. Daher vergleiche ich hier nicht direkt, sondern erzähle einfach von den Vorteilen, oder eben Nachteilen, die mir aufgefallen sind.

Für Trekkingtouren würde ich beispielsweise weitestgehend auf Naturmaterialien verzichten, einfach wegen dem Gewicht. Aber gerade für meine Bushcraft Touren, kann ich so einfach (gefühlt) noch natürlicher unterwegs sein. Für mich fühlt es sich einfach besser an mit Materialien in der Natur zu sein, die letztlich auch irgendwie aus ihr kommen. Für mich entspricht das mehr dem Bushcraft Gedanken.

Und so starte ich jetzt diese Natural Bushcraft Reihe und werde nach und nach neue Teile erstellen, in denen ich mich jeweils um einen Ausrüstungsgegenstand kümmere und diesen vorstelle.

In diesem Sinne

Bushcraft mit Wolldecke

Bei dieser Bushcraft Tour war ich mit gemeinsam mit Chris mit ziemlich minimalistischer Ausrüstung unterwegs. Eine Wolldecke eine Iso Matte die gute alte Feuerhand als Lichtquelle und mein neuer Savotta Happy Stove als Kocher.

Ein bisschen Kleinkram, Schnur, Axt und Messer und ab in den Wald.

Der Solo Stove bleibt aber mein Favorit in Sachen Hobo / Holzvergaser, aber wenn ich ein geringeres Packmaß brauche, ist der Happy Stove ideal.

Die Feuerhand hat grundsätzlich super funktioniert, allerdings gibt sie als einzige Lichtquelle schon recht wenig Licht um im Wald herum zu laufen. Trotzdem war es eine interessante Erfahrung. Ich werde sie aber nicht wieder verwenden, da sie zum einen ziemlich stark roch, was ich als unangenehm empfand, und zum Anderen auch undicht war. Gerade letzteres ist für mich ein Ausschlusskriterium, weil ich einfach verhindern möchte, dass ich Öl (!) im Wald lasse, wenn dort etwas heraus tropft.

So wird mir also zunächst die Stirnlampe erhalten bleiben. Vielleicht teste ich auch nochmal Gaslaternen aus, mal schauen. Eine andere Idee ist, gänzlich auf das Licht zu verzichten und sich den Zeiten der Natur auszusetzen. Vielleicht eine kleine Notfalltaschenlampe dabei haben, aber ansonsten mit Sonnenuntergang ins Lager und mit Sonnenaufgang aufstehen. Finde ich auch noch ziemlich reizvoll.

Bushcraft mit Wolldecke sagt es ja schon, bei dieser Tour habe ich in selbiger geschlafen und ich muss sagen, es war wirklich super.

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Solo Stove Review

Ich stelle in diesem Video meinen Solo Stove* vor. Ein Holzvergaser / Hobo-Kocher, den ich schon seit einigen Jahren in Verwendung habe. Er verbrennt das Holz besonders effizient, weil es zu einer sekundären Verbrennung kommt. Bei einem Holzvergaser werden nämlich, wie der Name es vermuten lässt, die Gase die beim Verbrennen entstehen zu einer erneuten Zündung gebracht, wodurch der Kocher weniger Holz braucht und sehr heiß brennt. Zudem ist er nahezu rauchfrei, was ein zusätzlicher Vorteil ist. Aber seht selbst 🙂

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Savotta Jäger 2 / Jääkäri Review

In diesem Video stelle ich den Savotta Jäger 2 (Jääkäri) vor, den ich seit etwa 1,5 Jahren im Einsatz habe. Ich bin restlos begeistert. Ein toller Schnitt, liegt gut am Rücken, trotz der geringen Größe ein hervorragender Hüftgurt und einfach enorm robust.

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Ziemlich ultraleichtes Kochset

Hier stelle ich mein kleines ziemliches ultraleichtes Koch- und Feuerset vor. Im wesentlichen handelt es sich hier um 4 Ausrüstungsgegenstände (und etwas Kleinkram)

Mein ziemlich ultraleichtes Koch- und Feuerset beinhaltet folgende Ausrüstung

Vorgestellte Ausrüstung:

Das Snow Peak Camping Kochset Titanium bildet hierbei das Herzstück. Es handelt sich um einen Kochtoch, unter dem sich ein Titanbecher befindet (der Topf passt perfekt hinein). Er wiegt quasi nichts und ist Titan typisch sehr robust.
Die Bushbox Ultralight ist der passende Kocher dazu. Zumindest von der Größe und von dem Gewicht her. Er kann nicht nur als Trangia Kocher dienen, sondern eben auch als ultraleichter, kleiner Hobo.

Das Victorinox Schweizer Messer ist hier der Allrounder für die „Holzverarbeitung“ im ultraleichtem Stil. Die Säge hat wirklich Zähne und beißt sich durchs Holz, zumindest durchs kleine Holz. Dabei geht es hier natürlich. Fingerdicke Hölzer (bis hin zu Wurstfingern ^^). Die Klinge selber ist auch sehr gut, da extrem scharf, schnitthaltig, gut zu schärfen und sie lässt sich feststellen.

Ein klein bisschen Kienspan macht einem das Leben deutlich leichter. Damit oder mit der allseits Watte/Vaseline Kombination bekommt man schnell ein kleines Feuerchen für den Hobo in Gange.

Ein Firesteel ist hier natürlich ideal als Anzünder. Sehr verlässlich und unkaputtbar für x tausend Zündungen.

Der Klappbarer Titan Spork ist hier ein praktischer Löffel und eine möchtegern Gabel. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen ^^

Es passt alles in den Kochtopf hinein und so hat man ein schönes kleines ziemlich ultraleichtes Set. Dass das Messer nicht in den Rahman passt weiß ich, aber ich finde es einfach gut und es passt in den Topf, das reicht mir 🙂

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Outdoor Gefahren: Erfrierungen

Ich möchte diese kleine Reihe gerne fortsetzen und nachdem ich ja schonmal ein paar Zeilen zu der Gefahr durch Unterkühlung schrieb, möchte ich auch die Erfrierungen nicht außer acht lassen.

Oft gehen Erfrierungen einher mit der Unterkühlung. Erfrierungen entstehen meist durch lokale Einwirkung von Kälte, ohne das dabei insgesamt die Körpertemperatur fällt (zumindest nicht zwingend). Die vom Kern entfernten Bereiche des Körper sind dabei am stärksten gefährdet. Das sind neben Fingern und Zehen auch die Nase und Ohren. Grundsätzlich kann aber alles betroffen sein was der Kälte am intensivsten ausgesetzt wird.

Es gibt vier Grade einer Erfrierung:
  • 1. Grad: Hautschwellung, Gefäße ziehen sich zusammen, die Haut ist gräulich weiß, brennender Schmerz
  • 2. Grad: Schädigung der Ober- und Unterhaut. Es kommt zur Blasenbildung
  • 3. Grad: Die Haut ist blass, später blau. Es kommt zu Einblutungen und schwarzen Gewebezerstörungen
  • 4. Grad: es treten nichtumkehrbare Gewebszerstörungen auf.

Schmerzen sind in hierbei ein sehr wichtiger Indikator, um festzustellen, in welchem Zustand sich die erfrorene Extremität befindet: Je weniger Schmerz man dort empfindet, desto höher ist der Grad der Erfrierung. Genau aus diesem Grund sollte man so schnell wie möglich reagieren! Wenn der Schmerz nachlässt, ohne dass man an etwas unternommen hat die Kälte zu reduzieren, dann ist das wie geschrieben kein gutes Zeichen. Wenn man also noch Kälteschutz hat, sollte man ihn anlegen. Dabei kann man auch improvisieren. Wenn man noch einen Schal im Rucksack hat, am Hals aber gut genug geschützt ist, kann man ihn auch teilen und bspw. um die Füße wickeln, oder das Gesicht weiter einwickeln, so dass möglichst wenig der Kälte ausgesetzt wird.

Dazu sollte man aufpassen nichts zu tragen, was zu eng ist! Das stört die Durchblutung und das begünstigt Erfrierungen! Alkohol und Zigaretten sind ebenfalls tabu, dass muss heutzutage wohl nicht mehr geschrieben werden! Beides verschlechtert die Durchblutung.

Bewegung ist besser als Stillstand. Leichte Gymnastische Übungen, trippeln auf der Stelle etc. sind Möglichkeiten, den Körper zu wärmen.

Die Wärmeschichten sollten nach Möglichkeit keine Lücken haben. Also Socken sollten über die Hose gezogen werden, Ärmel über die Handschuhe etc. So dass alles ein geschlossenes System ist, und die Wärme nicht entweichen kann.

Der R-Wert einer Isomatte

Was ist der R-Wert?

Jetzt wird es langsam aber sicher merklich kälter und damit wird auch die Isolation nach unten immer wichtiger. Hier soll es jetzt gar nicht darum gehen welche Iso Matte die Beste ist, sondern darum, woran man erkennt welche Matte sich überhaupt eignet.

Um zu erkennen, welche Iso-Matte für die angepeilten Temperaturen die Richtige ist, muss man sich an den R-Wert halten. Dieser Wert gibt den  Wärmedurchgangswiderstand an, sagt also etwas darüber aus wie gut das jeweilige Material isoliert/dämmt.

Der R-Wert einer Iso-Matte hängt dabei von mehreren Faktoren ab, u.a. Stärke und Material.

Eine 0,5cm dicke Evazote hat also einen geringeren R-Wert als eine 1,5cm Evazote. Das ist einfach und leuchtet ein. Doch wie verhält sich eine 1,5cm Evazote zu einer einfachen 3cm Luftmatte? Wie ist es, wenn es keine plane Schaumstoffmatte ist, sondern sie Rillen hat und somit für weitere Lufteinschlüsse und/oder Abstand zum Boden sorgt?

Und genau hier kommt eben der R-Wert ins Spiel, weil man anhand dieses Wertes alle Matten direkt miteinander vergleichen kann, auch wenn sie von ganz unterschiedlicher Art sind.

Hier eine kleine Übersicht welcher R Wert welchen Radius abdeckt und nachfolgend ein paar Tipps, denn R Wert ist nicht alles:

R-Werte:
  • 1    bis + 7 °C
  • 2    bis + 2 °C
  • 3    bis – 5 °C
  • 4    bis – 11 °C
  • 5    bis – 17 °C
  • 6    bis – 24 °C

Der R-Wert ist zwar ein fester Faktor, aber wie bei tatsächlicher und gefühlter Temperatur, spielen noch ein paar weitere Dinge eine Rolle. Der R Wert bleibt natürlich identisch, aber wie man ihn wahrnimmt kann unterschiedlich sein.

Die eigene körperlichen Verfassung, das generelle Kälteempfinden und auch der Untergrund spielen da eine nicht zu verachtende Rolle! Weiß man also, dass man -11 Grad zu erwarten hat, sollte man sich überlegen ob man lieber die Matte mit dem R Wert von 5 nimmt oder ob die mit dem Wert 4 schon ausreicht. Ich würde in der Regel lieber auf Nummer sicher gehen. Wird es nur -10 ist alles gut, wird es aber dann doch -15 hat man ggf. eine sehr kalte Nacht. Glücklicherweise kann man da aber auch ein wenig entgegen wirken und so auch Gewicht sparen.

Denn der R-Wert einer Matte lässt sich auch etwas erhöhen. Der Untergrund macht da eben einen entscheidenden Unterschied. Wenn die Matte auf kaltem Stein liegt wird es auf ihr „kälter“ sein, als wenn sie auf einer dicken Schicht aus Reisig oder einfach schon auf Waldboden liegt, da hier der Untergrund selber eine gewisse Isolation bringt. Auch die Dicke des Schlafsacks hat einen gewissen Einfluss. Zwar geht durch die Kompression das meiste der Schlafsackisolation nach unten verloren, aber eben nicht alles! Auch die Kleidung kann die Isolation weiter erhöhen – wer sich unbekleidet und dann mit dicken Winter Klamotten auf den kalten Boden legt, wird den Unterschied schnell merken – das funktioniert auf der Isomatte nicht anders!

Zudem lassen sich auch mehrere Iso-Matten kombinieren. Der R-Wert addiert sich dabei! Auch das ist enorm praktisch. Wenn ich also zwei Matten habe, eine mit einem Wert von 2 und eine mit einem Wert von 3 und ich lege sie aufeinander, dann habe ich eine Isolationswirkung, die dem R-Wert 5 entspricht. So kann man bspw. eine Sommermatte und eine Herbstmatte zu einer Wintermatte kombinieren. Oder aber man kann eine Schaumstoffmatte und eine Luftmatte kombinieren.

Insgesamt macht es absolut Sinn den R Wert zu beachten oder die Matten eben entsprechend zu kombinieren um den passenden R Wert zu erreichen und es ist idR. eine gute Idee ein wenig Puffer einzuplanen. Gerade wenn man lange Touren macht, ist man durch die Erschöpfung Kälteempfindlicher und friert entsprechend schneller. Dann wird man es sehr zu schätzen wissen wenn die Isolation nach unten noch Reserven aufweist und nicht am Limit ist, sprich das erfrieren verhindert, aber schon lange nicht mehr komfortabel ist.

Mit steigender Erfahrung wird man für sich ohnehin den „persönlichen R Wert“ finden und weiß irgendwann welche Isolation man wann braucht oder ergänzt sich diese durch Reisig und Platzauswahl etc., aber bis dahin ist der R Wert ein guter Richtwert der auch erstaunlich präzise ist.

In diesem Sinne

Draumr baby, Draumr…

Ein Post zuvor habe ich ja die Draumr in einem Video vorgestellt. Wer es ganz bis zum Schluss gesehen hat, konnte im Abspann lesen, dass ich mich von der Draumr getrennt habe.

Ich möchte in diesem kleinen Artikel nochmal zusammenfassen, warum.

Die Idee die hinter der Draumr steckt ist großartig – waagerechtes liegen in einer Hängematte und dadurch ein Gewinn an Komfort und Erholungsqualität, aber…

„Draumr baby, Draumr…“ weiterlesen