Der richtige Schlafplatz

Der richtige Schlafplatz will wohl gewählt sein, damit man dann auch wirklich eine gemütliche Nacht hat.

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In der Regel sollte man sich einen gut geschützten Platz suchen, der einen nicht auf den Präsentierteller setzt, denn das trägt zur Unruhe in der Nacht bei, weil man sich nicht geborgen fühlt. Das passiert automatisch, weil der Körper instinktiv Wachsam bleiben will. Selbst wenn man sehr müde ist, wird man nicht so erholsam schlafen, wie an einem Ort, wo man sich geborgen fühlt.

Selbst bei schönem Wetter sollte man sich ein Dach über den Kopf spannen, sprich ein Tarp oder aber ein Zelt aufbauen. Ein Zelt bedeutet für viele automatisch Geborgenheit, andere, wie ich, fühlen sich dadurch eher eingesperrt, weil der Blick nach draußen genommen wird. Das ist aber Geschmackssache. Ganz ohne ein Dach über den Kopf kann man eher selten schlafen. Wenn man sich wirklich sicher sein kann, dass das Wetter stabil bleibt, dann kann man gut darauf verzichten, denn es ist eine tolle Erfahrung ohne Dach über den Kopf zu schlafen. Leider war das bisher aber nur selten, um genau zu sein, nur ein einziges Mal möglich.

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Campingplatz Reykjavik

Campingplatz Reykjavik

Da ich bereits auf dem Campingplatz Reykjavik war und es den einen oder anderen vielleicht interessiert, möchte ich gerne etwas davon erzählen. Wenn man auf Island wandern möchte, wird man meistens hier starten, um sich von dem Flug zu erholen oder seine weitere Reise nochmal zu planen und sich mit Vorräten zu versorgen. Natürlich kann man auch ein Hotel nehmen oder die Jugendherberge (sieht man auf dem oberen Bild recht deutlich) nutzen, aber hier kann man bereits frische Luft schnappen 🙂

Der Campingplatz Reykjavik ist rund um die Uhr geöffnet und wie man ihn sich wünscht. Ich muss dazu sagen, ich bin eigentlich kein Freund von Campingplätzen und wenn man die Option des „freien schlafens“ hat, wähle ich immer die, aber hier habe ich mich tatsächlich richtig wohl gefühlt.

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Draußen übernachten erlaubt?

Draußen übernachten erlaubt?

Darauf ein klares Jein. Dies soll hier nur ein ganz allgemeiner Artikel zu diesem Thema sein, denn ich möchte es möglichst simpel halten und nicht anfangen mit Paragraphen um mich zu werfen.

Es ist grundsätzlich verboten im Wald, ohne gesonderte Genehmigung, in einem festen Unterschlupf bspw. Zelt, zu wohnen oder zu übernachten.

Also das Zelten auf Wald und Wiese ist verboten, das ist relativ eindeutig geregelt.

Wie sieht es aber mit einem Tarp aus?

Hier wird es schon wieder schwieriger, denn hier betritt man eine rechtliche Grauzone. Ein Biwaksack und/oder ein Tarp gelten nicht als fester Unterschlupf, demnach ist das Übernachten darin grundsätzlich nicht verboten, da nicht explizit erwähnt. Des weiteren ist das Ruhen in der Natur ebenfalls erlaubt. Wo fängt jetzt aber das Schlafen an und wo hört das Ruhen auf? Ebenfalls so eine schwammige Grauzone.

Ein weiterer Punkt ist die eigene Sicherheit. Wenn Müdigkeit und Erschöpfung einen dazu „zwingen“ an Ort und Stelle zu bleiben, darf man nicht verscheucht werden, wenn dieses die Gesundheit beeinträchtigen könnte.

Grundsätzlich und bei Privatbesitz sowieso, kann man aber dazu aufgefordert werden sein „Lager“ abzubrechen und den Wald zu verlassen, dessen sollte man sich bewusst sein.

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Der richtige Schlafsack – Kunstfaser oder Daunen

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Das ist wieder so ein Thema, dass einer Religion gleicht. So weit muss man es aber gar nicht erst kommen lassen, denn es gibt ganz klare Unterschiede, klare Vor- und auch Nachteile. Am Ende des Tages entscheidet immer der eigene Geschmack, aber es gibt durchaus Ausrüstung die besser zu den eigenen Anforderungen passt, als andere.

Ich selber, das will ich gleich dazu sagen, bin ein Verfechter von Kunstfaser. Verfechter ist da vielleicht viel gesagt, aber wenn ich mich im Moment entscheiden müsste, würde ich mich immer für den Kufa Sack entscheiden. Die Vorteile von einem solchen Schlafsack scheinen für mich einfach besser zu passen. Das mag nicht immer so bleiben, bisher war es aber der Fall. Ich habe deswegen selber nie einen Daunen Sack besessen, weswegen ich hier nur faktische Unterschiede aufzeigen kann und keine subjektiv, sprich gefühlten Unterschiede bestätigen oder widerlegen werde.

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Wandern mit der Freundin

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Zunächst einmal, bevor ich Ärger bekomme, will ich hier keinem Klischee auferliegen oder die Meinung unterstützen, dass Outdoor Tätigkeiten inkl. dem Nächtigen unter freiem Himmel reine Männersache wäre. Das ist quatsch. Ich weiß, dass viele Frauen genauso Outdoor aktiv sind und wenig Scheu haben draußen zu übernachten wie Männer. Und ich weiß das viele Männer diese Scheu haben, wie viele Frauen sie eben auch haben. Ich würde hier nicht sagen, dass dies eine Geschlechterspezifische Angelegenheit ist, sondern eine rein menschliche – es gibt Solche und Solche, solche die es mögen, solche die es nicht mögen!

Jetzt wo das geklärt ist, will ich zum Sinn des Artikels kommen.

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Outdoor Gefahren: Zecken

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Wer kennt sie nicht? Diese kleinen, unnützen Viehcher, die es einem vermiesen, im Sommer zu wandern, weil ein Absuchen des Körpers mittlerweile einfach Pflicht geworden ist. Das Lager auf einer Wiese aufbauen oder sich in selbige legen? Nein Danke, zumindest für mich!

Das letzte Mal, als ich das tat war ich in Österreich. Mit einer guten Freundin war ich dort wandern, hatte extra ein Moskitonetz-Zelt geholt. Als ich morgens aufwachte, bemerkte ich sogleich eine Zecke, die über den Schlafsack krabbelte. Gleich nahm ich meine Stirnlampe und fand weitere, am Schlafsack, auf dem Zeltboden, an mir selber, im Schlafsack, ÜBERALL!! Am Ende hatte ich 21 Zecken gefunden (und wie sich herausstellte waren das nicht alle, eine hatte ich übersehen und die hat mich natürlich gebissen). Seit dem sind Zecken für mich ein Thema geworden. Zudem sind in meinem Bekanntenkreis mittlerweile 3 Menschen durch Zeckenbisse an Borreliose erkrankt – und das waren nichtmal Wanderer, sie haben sich also nicht in „erhöhte Gefahr“ begeben indem sie draußen genächtigt haben.

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Reiseplanung Teil 1: Was will ich eigentlich?

Dies ist Teil 1 meiner Reihe zum Thema Reiseplanung. Was gilt es zu bedenken, wenn man eine Outdoor Tour machen möchte? Was für eine Tour soll es überhaupt sein? Und ist das wirklich schwierig?

Ich muss sagen, für mich ist die Reiseplanung ein sehr angenehmer Punkt, auch wenn viele ihn lästig finden mögen. Ich plane sowieso gerne, daher ist das nicht ungewöhnlich, aber die Planung einer Outdoor Tour größeren Ausmaßes, hat nochmal einen besonderen Stellenwert. Es ist, als würde man vorab reisen ohne einen Fuß vor die Tür zu machen.

Man setzt sich mit allem intensiv auseinander, sowohl Route, als auch Gegebenheiten, Klima und natürlich Ausrüstung. Nebenbei erfolgt dann die Planung der Logistik. Wie komme ich hin, wie geht es wieder zurück etc.

Umfang

Meiner Meinung nach steht an erster Stelle der Planung der Umfang der Tour. Wie viele Tage habe ich zur Verfügung ist da die zentrale Frage. Manche mögen die Region zuerst bedenken, aber wenn ich nur wenige Tage habe, würde ich beispielsweise nicht nach La Reunion oder in den Sarek reisen. Für manche Gebiete sollte bzw. muss sich sogar Zeit nehmen. Das dürfte damit wohl der einfachste Punkt sein da er meist von den beruflichen Möglichkeiten beschränkt (oder eben nicht) wird. Also bevor ich mir Gedanken zu irgendeiner Tour mache, wird die Urlaubsplanung gemacht. Bei mir ist es so, dass zum Ende des Jahres die Urlaubsplanung für das nächste Jahr gemacht wird, so hat man also von vorn herein einen gewissen Rahmen den man verplanen kann. Natürlich ist dieser Plan noch nicht in Stein gemeißelt und lässt Flexibilität zu (zur Koordination mit Partner und/oder Kumpan), aber der Rahmen steht schonmal.

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Therm-a-Rest NeoAir

Hier stelle ich meine Therm A Rest Neo Air vor. Ultraleicht und extrem warm liegt es sich wirklich….

Hier möchte ich heute mal wieder Ausrüstung vorstellen, von der ich überzeugt um nicht zu sagen begeistert bin und zwar die Therm a Rest NeoAir!!!


Im Zuge meiner Bemühungen das Volumen und das Gewicht meiner Ausrüstung stetig weiter zu drosseln, stand natürlich irgendwann die Iso-Matte auf dem Plan. Bisher hatte ich immer eine Evazote benutzt, die etwas dickere Version wegen dem Komfort. Aber von Komfort war nicht wirklich etwas zu merken und mir ging es so, dass ich recht häufig die Liegeposition wechseln musste in der Nacht, weil die Auflagepunkte stets nach kurzer Zeit wehtaten. Dass sorgt natürlich für eine sehr unruhige Nacht.

Das war einer der Gründe, warum ich eine aufblasbare Matte haben wollt. Da mein Kumpel und ich meist auf sehr intensiven Touren unterwegs sind, ist es extrem wichtig, dass die paar Stunden die man zum schlafen hat, so erholsam wie möglich sind. Wir haben es bei einer Tour gemerkt, wo wir unter unserer Evazote relativ viel Zweige und weichen Waldboden hatten, es war ein ganz anderes Schlafgefühl und man hat auch wesentlich besser geschlafen. Am nächsten Tag kam es einem so vor, als wäre man an einem Tropf angeschlossen, der einem konstant mit Energy Drinks versorgt.

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