Experimentieren?

Der Wunsch zu experimentieren steht eigentlich ein wenig dem Minimalismus im Widerspruch, denn um zu experimentieren, braucht es halt auch manchmal Ausrüstung, die man noch nicht hat. So versuche ich gerade mit Naturmaterialien zu arbeiten und baue mir ein Setting daraus auf. Das heißt aber auch, dass ich mir Dinge hole, für Zwecke, für die ich bereits Ausrüstung haben. Beispielsweise Eine Wolldecke statt eines Schlafsackes etc.

So könnte man auf der einen Seite sagen, dass das als Minimalist unsinnig wäre, aber auf der anderen Seite steht eben genau dieser Gedanke, dieses mit ganz einfachen und wenigen (nur leider nicht leichten) Mitteln unterwegs sein im Fokus. Aber eine Treckingtour würde ich mit der Wolldecke und Co nicht machen wollen, da bevorzuge ich meinen Schlafsack.

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Rucksack packen

Der einfachste Weg, sich von unnötigen Ballast zu befreien, oder solchen zu verhindern ist, sich regelmäßig zu fragen: „Ist das wirklich wichtig?“

Das kann man auf den Minimalismus und sein Leben allgemein beziehen, ich möchte mich aber lieber dem Outdoor Bereich widmen. Mir geht es nämlich um den Rucksack und der Ausrüstung, die man mit sich trägt.

Ich habe erts vor kurzem  meine komplette Ausrüstung einmal unter die Lupe genommen, und mich von einigem getrennt. Da ich gerne mal Dinge austeste, wurde das nach und nach mehr, ganz unbemerkt! Ich bin nun einmal alles durch gegangen und habe mich von allem getrennt, was ich nicht oder nur selten verwendet habe. Manchmal hatte ich (vor allem bei Lager Utensilien) mehrere Gegenstände, die letztlich den gleichen Zweck hatten. Manche mochte ich lieber, manche weniger. Manchmal störte mich einfach eine Kleinigkeit und das ließ mich immer zu der Alternative greifen.

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Digital Detox – sich frei wandern…

Digital Detox ist eine furchtbare Bezeichnung und so eine aktuelle Trendbezeichnung. Der Kern der dahinter steht, ist aber kein schlechter, das muss man dazu sagen!

Ich habe schon lange nichts mehr zum Minimalismus geschrieben, aber einfach weil ich versuche den Inhalt hier etwas zu bündeln. Ich habe stest versucht eine gemeinsame Schnittmenge zu finden. Genau das ist beim Thema Digital Detox mal wieder der Fall.

Wandern bedeutet für mich, mich vom Alltag zu befreien und damit auch, mich von der ganzen Technik. Ich  bin ein großer Freund von Technik, aber dadurch das ich Privat und beruflich so viel damit zu tun habe, bin ich froh mich davon mal zu befreien. Natürlich kann man auch einfach im Alltag alles ausschalten, bspw. am Wochenende. Einfach Handy ausmachen und alle Stecker ziehen. Nichts desto trotz ist man weiterhin von allem umgeben. Damit ist auch die Bereitschaft es zu nutzen und die allgemeine „Verlockung“ deutlich größer.

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Auto ade… Abschlussbericht nach 6 Monaten

Jetzt sind es mittlerweile 6 Monate ohne Auto. Noch immer fehlt es mir nicht, noch immer bereue ich die Entscheidung nicht…

Es sind mittlerweile fast 6 Monate die ich nun ohne ein eigenes Auto bin. Zeit, mal wieder einen Bericht zu schreiben, einen Abschlussbericht. Den letzten Bericht schrieb ich 20 Tage nachdem ich mich von meinem Auto verabschiedet hatte, er ist also schon eine Weile her kann man sagen. Eigentlich hatte ich ja vor nach einem Quartal bereits einen weiteren Bericht zu schreiben, doch die Zeit rannte nur so ins Land und nun sind besagte 6 Monate vergangen.

Alles in allem kann ich sagen: Bis auf ein gewisses nostalgisches Vermissen, fehlt mir nichts, wider Erwarten! Das nostalgische Vermissen meint hier konkret, das Vermissen von dem Spaß, den mir das Fahren an sich bereitet hat. Ich bin sehr gerne, vor allem Sonntags, durch die Stadt oder über Land gefahren. Mal eben den 30 (Auto-) Minuten entfernten kleinen Wald besuchen und dort spazieren oder sich einfach nur den Fahrtwind um die Nase wehen lassen, vor allem bei schönem Wetter. Das fehlt mir tatsächlich ein wenig. Zudem höre ich sehr gerne Musik und ich höre sie auch gerne mal laut, so dass man sie förmlich spüren kann. Das ist in einer Mietwohnung natürlich undenkbar und so war mein Auto immer mal wieder mein Rückzugsort. Katastrophal für die Öko Bilanz (beides) aber gut für die Seele. Das sind also die einzigen beiden Dinge, die ich tatsächlich vermisse. Der Sinn oder der Nutzen eines Autos, nämlich der eigentliche Transport von A nach B, der fehlt mir gar nicht!

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Raus aus der Komfortzone

Einfach mal die Komfortzone verlassen und schauen was dahinter liegt. Klingt schwerer als es ist? Nicht unbedingt…

Die gute alte Komfortzone ist ein Ort, an dem sich wohl jeder von uns wohl fühlt, und das ist auch gut so. Es ist aber in dem Sinne nicht nur ein Ort, es kann auch eine Tätigkeit sein, die man sprichwörtlich aus dem eff eff heraus beherrscht. Man weiß genau was man tut, fühlt sich wohl, weil nichts fremdes oder unbekanntes einen aus der Reserve lockt oder locken kann. Das bedeutet im übrigen nicht, dass die Komfortzone eine gänzlich stressfreie Zone sei, ganz im Gegenteil (auch wenn es dazu geteilte Meinungen gibt). Beispielsweise hat man im Beruf oftmals diese Komfortzonen, in denen man durchaus unter Stress steht, doch es ist ein bekannter Stress. Ein Stress dessen Bewältigung im besten Falle ebenso in Fleisch und Blut übergegangen ist. Man weiß was man zu tun hat, auch wenn die Zeit knapp ist, man ist in keiner unbekannten Umgebung oder Situation.

Diese Komfortzonen sind Fluch und Segen in einem. Es ist wichtig dass man diese Bereich hat in denen man sich einfach sicher fühlt, doch es ist auch enorm wichtig, diesen Bereich immer mal wieder zu verlassen.

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20 Tage ohne Auto – Erster Lagebericht

Seit gut 20 Tagen habe ich nun kein Auto mehr. Gibt es Nachteile? Fehlt mir etwas?

So, ich bin nun seit gut 20 Tagen Fußgänger, oder besser Radfahrer und Bus-Mitfahrer, oder Longboarder, halt ohne Auto. ^^
Ich hatte eigentlich vor nach 14 Tagen den ersten Bericht aus der Praxis zu schreiben, aber nun sind es doch 20 Tage geworden da ich es zeitlich leider nicht so ganz geschafft hatte hier was zu schreiben. Wer meinen Blog verfolgt wird gesehen haben dass ich gerade wieder ein Buch veröffentlicht habe und Veröffentlichung und „Werbung“ haben eine Menge Zeit gekostet. Nun aber zu dem wesentlichen, nämlich meinen Erfahrungen aus 20 Tagen ohne Auto.

Als ich neulich mit meiner Mutter sprach, sagte sie mit einem Lächeln im Gesicht, das macht sie jetzt schon seit 55 Jahren so. Da scheinen meine 20 Tage geradezu lächerlich, ABER, ich war zuvor bereits 11 Jahre Autofahrer und wenn man sich erstmal an etwas gewöhnt hat und ein wenig mehr unterwegs ist, dann sieht das etwas anders aus. Nichts desto trotz war auch das schon ein Beweis für mich das ein Auto nicht so notwendig sein kann, wie ich immer dachte.

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Mein Leben ohne Auto – Ein Selbstversuch

Braucht man wirklich ein Auto in einer Großstadt mit einem guten Netz aus öffentlichen Verkehrsmitteln?

Schon eine ganze Weile habe ich mich mit dem Gedanken hin und her geschlagen mein Auto zu veräußern und fortan ohne zu leben. Schon bevor ich den Minimalismus für mich entdeckte, hatte ich immer mal wieder diese Tendenzen. Doch bisher habe ich mich immer wieder dazu entschlossen das Auto zu behalten.

Ich bin kein sonderlich PKW Fan, sie sind für mich immer nur Mittel zum Zweck und letztendlich Kostenfaktoren. Ich mache generell sehr viel mit dem Rad, habe aber oftmals aus Bequemlichkeit oder weil ich mich mal wieder in der Zeit vertan hatte, doch das Auto genutzt und das Rad stehen lassen, obwohl es anders herum hätte sein sollen. Auf die Öko Bilanz möchte ich hier gar nicht mal eingehen, weil ich auch ganz ehrlich zugeben muss, dass das hier kein ausschlaggebender Faktor war, sondern ein angenehmer Nebeneffekt.

Am meistem hat mich letztlich gestört, dass das Auto die meiste Zeit über steht aber trotzdem immer Geld kostet! Ich habe schon extra ein kleines Auto um diese Fixkosten zu reduzieren und diese sind sicherlich deutlich geringer als bei den Meisten, aber auf über 1000€ pro Jahr kam ich dennoch und da ist der Materialverschleiß sehr optimistisch gerechnet. Auch TÜV, Parkgebühren, Versicherung, Steuern und dergleichen sind mit eingerechnet. Es macht mich nicht arm, aber es ist Geld, dass ich viel lieber in eine Reise investieren würde als in etwas, das ich gar nicht so richtig gerne mag.

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Minimalistisch und Ultraleicht Wandern sind nicht dasselbe!

Minimalistisch und ultraleicht wandern? Was ist das eine? Was ist das andere? Und gibt es überhaupt Unterschiede?

Ein Punkt den ich am Wandern oder vielmehr Outdoor Touren sehr schätze ist, dass man mit dem unterwegs ist was man tatsächlich benötigt. Man kann natürlich mitnehmen was man möchte, aber hier trägt man alles Unnötige physisch spürbar als Ballast mit sich herum. Das eignet sich schön für eine Metapher die eigentlich gar keine Erklärung Bedarf weil sie sich selbst erklärt. Ich mache es trotzdem, weil ich sonst keinen Artikel schreiben würde. ^^

Besagten Ballast hat man auch im Alltag, nur ist diese Last dann nicht auf dem Rücken aufgeschnallt in Form eines Rucksackes, sondern eben in der Wohnung verteilt, dem stationären Rucksack wenn man so will. Die Last ist somit zwar keine physische mehr, aber eine last ist es dennoch, zumindest wenn man die Ambitionen hat, eine gewisse Stille und Leere zu genießen. Hier will ich aber weniger auf den Minimalismus als solches eingehen und was er für mich bedeutet, dass habe ich oft genug getan, sondern wirklich speziell auf das minimalistische Wandern und was das für mich ist. Ich weigere mich hier ein wenig vom Ultraleicht-Wandern zu sprechen, weil das für mich zwei verschiedene Ansätze sind, die zwar Gemeinsamkeiten aufweisen, aber nicht synonym zu verwenden sind, daher eben die Differenzierung.

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