Wasser bei Schnee und Eis

Auch wenn der Winter bisher nicht sein kältestes Gesicht zeigt, und der Schnee sich nur vereinzelt und meist in höheren Lagen richtig zeigt, wollte ich dennoch etwas zu der Wassergewinnung bei größerer Kälte schreiben.

Wenn der Winter das Land beherrscht, dann kann man nämlich meistens nicht einfach zum nächsten Bach gehen und sein Wasser auffüllen. Und selbst wenn, die Lagerung ist das nächste Problem.

Fließende Gewässer sind meist noch in Bewegung, auch wenn die Temperatur schon länger jenseits des Gefrierpunktes liegt. Irgendwann sind aber natürlich auch sie gefroren, oder von Schnee und Eis soweit bedeckt, dass man sie nicht mehr wahrnimmt. Man muss hier also auf das zurückgreifen, was man augenscheinlich überall hat, gefrorenes Wasser! Das ist der große Vorteil an Winter-Touren. Ist alles von Schnee bedeckt, muss man sich zumindest um die Wasserversorgung keine Gedanken machen. Aber über die Menge an Brennstoff die man dabei hat sollte man schon nachdenken.

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16 Tage Schweden – Bohusleden Packliste

Hallo,

hier nochmal eine komplette Bohusleden Packliste, mit allem was ich auf Tour mitnehme. Manche Dinge sind zwar extra eingepackt und auf den Bildern nicht gut zu erkennen, aber ich beschreibe entsprechend, was sich dahinter verbirgt.

Da ich keine reine Liste mache, sondern im Fließtext schreibe, werden alle einzelnen Gegenstände die ich nenne Fett hervorgehoben, dann braucht man den Text nicht lesen, wenn man nicht möchte.

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Zunächst einmal mein Survival, Hygiene und Erste Hilfe Bereich. Zum Survival und zur Ersten Hilfe hatte ich schon mal einen etwas ausführlicheren Bericht geschrieben, mit allgemeinen Hinweisen und Tipps. Hier aber nochmal spezifisch für diese Tour.

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16 Tage Schweden – Bohusleden Verpflegung

Bald geht es endlich los und die nächste größere Tour steht an. Diverse Touren warten zwar noch darauf einen eigenen Reisebericht zu erhalten, doch im Moment gilt all meine Aufmerksamkeit dem Bohusleden. Insgesamt 16 Tage werden C und ich in Schweden verbringen und die meiste Zeit davon natürlich unter freiem Himmel. Aber auch Göteborg wollen wir uns an ein oder zwei Tagen ein wenig näher anschauen. Wer da noch gute Tipps hat, gerne her damit, ich würde mich freuen.

Da ich gerade so tief in der Endplanung stecke, dachte ich mir, dass ich das Eine oder Andere einfach mal teile. Die grundsätzliche Planung ist natürlich längst geklärt, es bleiben ein paar Kleinigkeiten bei denen man hin und her überlegt (Zelt: ja/nein? Noch mehr Kälteschutz? Weniger dies, oder mehr jenes etc) bzw. sowas, wofür der Wetterberichte abwarten muss. Vielleicht folgt später auch noch eine Packliste in dem ich alles genau aufliste. Wenn ich die Zeit finde, dann mit dem jeweiligen Gewicht, aber ansonsten halt einfach das, was dabei ist. Ich denke auch, dass das reicht damit sich jeder ein Überblick verschaffen kann. Ich versuche da immer einen guten Kompromiss zwischen sehr leicht, Robustheit und Komfort zu finden. Aber dazu dann ineinem andern Post mehr.

Verpflegung:

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Reiseplanung Teil 4 : Erste Hilfe

Nachdem ich eine Weile wieder nicht zum Schreiben kam, möchte ich jetzt gerne die Reihe der „erfolgreichen Reiseplanung“ fortführen.

Wie in den vorherigen Teilen konzentriere ich mich wieder auf ein Thema und gebe ein paar Anregungen dazu. Was ich schreibe soll hier nicht in Stein gemeißelt sein, sondern wirklich nur als Anregung verstanden werden, alles auf die eigenen Bedürfnisse zu zu schneiden. Diesmal geht es, wie man dank der Überschrift unschwer erahnen kann, um die Erste Hilfe.

Mein Wanderkumpel und ich halten es so, dass ich das große Erste Hilfe Paket zusammenstelle und er ein kleines Ersatz Paket hat. Erste Hilfe zählt zu meiner Abteilung, daher haben wir es so verteilt. Das kleine Paket dient als Backup.

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Reiseplanung Teil 3b : Abteilung Lager

Teil 1 Allgemeines – Was will ich eigentlich? Teil 2 Abteilung Küche Teil 3a Abteilung Lager

Das Geodät ist eine besondere Art von Kuppelzelt. Es hat sich kreuzende Gestängebögen wodurch es selbststehend ist und keiner Abspannung bedarf. Das ist vor allem dann von Vorteil, wenn man beispielsweise auf Steinboden nächtigen möchte und keine Möglichkeit hat Heringe in den Boden zu rammen. Das Geodät ist von allen Arten das mit Abstand stabilste, was auch den Vorteil hat, das es eine Hohe Schneelast ertragen kann. Gerade bei Wintertouren muss man das unbedingt beachten. Erwartet man reichlich Neuschnee (oder ist man oft bei viel Schnee unterwegs), wäre ein Geodät erste Wahl, ebenso wenn der Untergrund ungewiss ist auf einer Reise. Überhaupt ist für alle extremeren Touren ein Geodät von Vorteil. Sie sind aber, natürlich, etwas teurer.  Beim Geödät hat man meistens auch die Möglichkeit das Außenzelt zuerst aufzubauen. Wenn ein Sturm droht, sollte man es natürlich zur Sicherheit dennoch abspannen. Hat man die Möglichkeit dazu nicht, bietet es dennoch genug Stabilität für die Nacht.

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Reiseplanung Teil 3a : Abteilung Lager

Teil 1 – allegemeines – Was will ich eigentlich Teil 2 – Abteilung Küche

Reiseplanung Teil 3a: Abteilung Lager

Da wir von dem freien, komplett Autarken Wandern ausgehen, haben wir in Sachen Lager nur drei Möglichkeiten: Zelt, Tarp/Plane und eine natürliche Behausung. Da die Abteilung Lager ein wenig Umfangreicher ist, habe ich die Artikel in a und b unterteilt. In diesem Teil geht es primär um allgemeine Information und um Kuppel- sowie Tunnelzelt. Teil b kümmert sich um das 1-Mann Zelt, Geodät, Tarp und die natürliche Behausung, auch werden noch einzelne Aspekte der Qualität wie die Wassersäule beleuchtet.

Wie der Gaskocher in der Abteilung Küche (klicke hier für Abteilung Lager und hier für den Teil 1), ist das Zelt der Klassiker bei der Abteilung Lager. Hier stellen sich zunächst zwei Fragen. Für wie viele Personen und von welcher Art soll das Zelt sein? Gehen wir erstmal von zwei Personen aus. Man kann natürlich ein 2 Mann Zelt holen oder aber jeder holt sich ein 1 Mann Zelt. Vorteil beim Ersteren sind bspw. geteilte Kosten, das Gute am Zweiten ist, jeder hat ein Lager, dass man auch auf Solo Touren benutzen kann, ohne dass man unnötiges Gewicht (zu großes Zelt für einen alleine) mit sich herumschleppen muss. Im Notfall, sollte beispielsweise einer von beiden sein Zelt verlieren, gibt es eben noch ein zweites. Das wird zwar nicht komfortabel, aber besser als nichts.

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Reiseplanung Teil 2 : Abteilung Küche

Im 2. Teil zum Thema Reiseplanung geht es darum, was man bei einer Outdoor Tour als Verpflegung nehmen kann. Was gibt es? Was hat sich bewährt? Womit kann ich kochen?

Reiseplanung – Abteilung Küche

Hier gehts zu Teil 1

Als Minimalist habe ich zwar verschiedene Settings was die Abteilung Küche angeht, aber nicht einen riesen Fundus an Töpfen, sondern lediglich einen (passenden) pro Setting.

Für super leichte Touren ohne sehr große Beanspruchung des Materials beim Transport (wie im Flugzeug, oder die Riemen der Lastenkraxe) ist es Titan. Für alles wo es ggf. etwas robuster zur Sache geht und für alles wo es darauf ankommt, dass das Material alles aushält, ist es Edelstahl. Es gibt natürlich noch als Zwischending die Alu Töpfe, deutlich leichter als Edelstahl, auch sehr gut nutzbar und durchaus eine Alternative. Sie sind ziemlich preiswert, so dass Beulen nichts ausmachen und halten auch einiges aus. Da ich aber eben nicht zu viele verschiedene Arten von Töpfen haben wollte, bin ich bei Titan und Edelstahl geblieben. Bei ersterem einen Topf, bei letzteren einen kleinen und einen größeren Topf, eine Pfanne und einen Wasserkessel. Damit bin ich für alles ausgerüstet was ich so brauchen könnte. Natürlich schleppe ich nicht immer alles mit mir herum, sondern nur, was ich wirklich benutze.

Pro Setting gibt es natürlich auch verschiedene Kocher, denn da hat man wirklich die Qual der Wahl!

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Reiseplanung Teil 1: Was will ich eigentlich?

Dies ist Teil 1 meiner Reihe zum Thema Reiseplanung. Was gilt es zu bedenken, wenn man eine Outdoor Tour machen möchte? Was für eine Tour soll es überhaupt sein? Und ist das wirklich schwierig?

Ich muss sagen, für mich ist die Reiseplanung ein sehr angenehmer Punkt, auch wenn viele ihn lästig finden mögen. Ich plane sowieso gerne, daher ist das nicht ungewöhnlich, aber die Planung einer Outdoor Tour größeren Ausmaßes, hat nochmal einen besonderen Stellenwert. Es ist, als würde man vorab reisen ohne einen Fuß vor die Tür zu machen.

Man setzt sich mit allem intensiv auseinander, sowohl Route, als auch Gegebenheiten, Klima und natürlich Ausrüstung. Nebenbei erfolgt dann die Planung der Logistik. Wie komme ich hin, wie geht es wieder zurück etc.

Umfang

Meiner Meinung nach steht an erster Stelle der Planung der Umfang der Tour. Wie viele Tage habe ich zur Verfügung ist da die zentrale Frage. Manche mögen die Region zuerst bedenken, aber wenn ich nur wenige Tage habe, würde ich beispielsweise nicht nach La Reunion oder in den Sarek reisen. Für manche Gebiete sollte bzw. muss sich sogar Zeit nehmen. Das dürfte damit wohl der einfachste Punkt sein da er meist von den beruflichen Möglichkeiten beschränkt (oder eben nicht) wird. Also bevor ich mir Gedanken zu irgendeiner Tour mache, wird die Urlaubsplanung gemacht. Bei mir ist es so, dass zum Ende des Jahres die Urlaubsplanung für das nächste Jahr gemacht wird, so hat man also von vorn herein einen gewissen Rahmen den man verplanen kann. Natürlich ist dieser Plan noch nicht in Stein gemeißelt und lässt Flexibilität zu (zur Koordination mit Partner und/oder Kumpan), aber der Rahmen steht schonmal.

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Fernweh

Seit 3 Wochen zurück aus Island…und es fehlt mir. Ich möchte wieder verreisen, wieder draußen unterwegs sein….

Ich bin jetzt schon seit fast drei Wochen wieder zurück in Deutschland, nachdem ich zwei sehr intensive Wochen auf Island verbracht habe und mit meinem Kumpel C den Laugavegur bis Porsmörk gelaufen bin. Diese Reise hat auf ganzer Linie neue Maßstäbe gesetzt und einen enorm prägenden Eindruck hinterlassen. Hier mal ein kleines Beispiel warum.

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Ich muss dazu sagen, das Bild ist in keiner Weise bearbeitet, und was man mit den eigenen Augen gesehen hat, war noch um einiges großartiger als es dieses Bild zu zeigen in der Lage ist.

Natürlich wird es zu dieser Tour noch einen entsprechenden Reisebericht geben, aber wie immer lasse ich mir etwas Zeit damit, damit die Eindrücke ein wenig sacken können. Zuvor ist ohnehin noch ein Reisebericht zu einer Tour in Österreich dran. Hier geht es aber um das, was Island oder die Tour an sich, in mir ausgelöst hat. Nämlich massives Fernseh oder Treckingfieber in einer Intensität, wie ich es noch nie zuvor erlebt habe. Nach der Hälfte der Tour hatte ich einen Tiefpunkt, bei dem ich dachte, 6 Tage reichen vollkommen aus um mit Schlafsack und Tarp unterwegs zu sein, doch nachdem diese Hürde überwunden war (wir waren 12 Tage, 10 Nächte unterwegs) änderte sich meine Einstellung dazu radikal. Das Tarp und der Schlafsack wurden von einem notdürftigen Platz zum Schlafen zu einer Unterkunft, sogar zu einem Zuhause, in dem ich mich wohl fühlte.

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Island wirft seine Schatten

Nicht mehr lange, dann geht es nach Island, den Laugavegur entlang, startend in Landmannalaugar und bis Porsmörk….

Die Vorfreude auf unsere Tour durch Island wächst mit jedem Tag. Wir werden den Laugavegur laufen und ihn ab Porsmörk verlängern um bis nach Skoga zu laufen, wenn es unsere Zeit zulässt.


Neben der riesigen Vorfreude wächst aber auch eine gewisse Anspannung welche aus der Vorfreude geboren wird nehme ich an. Wird alles klappen? Bekommen wir den Bus hin? Und den zurück? Für mich ist das Anstrengendste zweifelsohne die An- und Abreise. Ich hasse Reiseformalitäten jeglicher Art und Weise. Wäre ich nur ein klein bisschen weniger sparsam, würde ich wahrscheinlich ein Reisebüro beauftragen alles für die Reise notwendige zu klären, so dass ich nur noch einsteigen, ankommen und loslaufen muss/darf. Aber ich bin nicht bereit diesen eigentlich unnötigen Aufpreis zu zahlen, ist es dank Internet doch heutzutage gut möglich alles selbst zu planen. Nichts desto trotz ist dieser Part mir einfach lästig. Ich möchte am Startpunkt ankommen und loslaufen, genau dort beginnt für mich der Genuss.

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Nicht der EggeWeg war das Ziel…

Unsere Wanderung den Eggeweg entlang. zumindest einen Teil….

 

…sondern das was man gelernt hat!

Hier ist nun endlich der Reisebericht zu der Tour im Februar, sie uns den Eggeweg entlang führte und ein paar Überraschungen für uns bereit hielt.

REISEBERICHT

 

West Highland Way – Reisevorbereitung

Bald geht es nach Schottland, der West Highland Way soll es sein. Lest hier von meiner Reisevorbereitung….

Mittlerweile haben wir die Tour, den West Highland Way entland, schon hinter uns gebracht und sie kam gänzlich anders als gedacht. Bevor ich nun aber den Reisebericht schreibe, ich lasse ganz gerne ein wenig Zeit verstreichen bis ich mich daran setze und mich zurück erinnere, möchte ich  hier ein wenig von der Reisevorbereitung erzählen, die sich mehrfach zerschlagen und verändert hat um letztlich wieder dahingehend zurückzukehren wo man begann „keep it simple“. Sollte mir als Minimalist dies eigentlich ein grundsätzlicher Leitspruch sein, war das stellenweise leider in Vergessenheit geraten. Neue Ideen keimten auf was man doch noch alles machen könnte, Präventionsmaßnahmen wurden erdacht um Herr jeder Lage zu werden, Dinge wurden vergessen und falsch kalkuliert. Also der ganz normale Wahnsinn vor einer Reise.

Wir haben exakt 160 Tage vor dem Tag x den Flug gebucht und dadurch noch einen günstigen Preis erwischt. Der Flug ging direkt von Bremen aus nach Glasgow, von dort aus mussten wir dann irgendwie nach Milngavie kommen, was via Bus/Taxi nicht das Problem sein sollte und dann ging es schließlich los. Ich war wirklich froh, als alle Reiseformalitäten hinter einem lagen, denn dass sind alles Dinge, die mich stören. Hier anstellen, dort einen Zettel holen, dort anstellen und so weiter. Ich freute mich von Anfang an auf den Start, alles andere war nur die zu erledigende Pflicht. Für mich war es das erste Mal, dass ich mit dem Flugzeug unterwegs war und so stellte sich das ganze Prozedere als wesentlich simpler dar, als ich zunächst vermutete. Zudem hatte der erste Flug etwas spannendes. Seit dem weiß ich, ich liebe es zu fliegen 🙂

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