Minimalistisch und Ultraleicht Wandern sind nicht dasselbe!

Ein Punkt den ich am Wandern oder vielmehr Outdoor Touren sehr schätze ist, dass man mit dem unterwegs ist was man tatsächlich benötigt. Man kann natürlich mitnehmen was man möchte, aber hier trägt man alles Unnötige physisch spürbar als Ballast mit sich herum. Das eignet sich schön für eine Metapher die eigentlich gar keine Erklärung Bedarf weil sie sich selbst erklärt. Ich mache es trotzdem, weil ich sonst keinen Artikel schreiben würde. ^^

Besagten Ballast hat man auch im Alltag, nur ist diese Last dann nicht auf dem Rücken aufgeschnallt in Form eines Rucksackes, sondern eben in der Wohnung verteilt, dem stationären Rucksack wenn man so will. Die Last ist somit zwar keine physische mehr, aber eine last ist es dennoch, zumindest wenn man die Ambitionen hat, eine gewisse Stille und Leere zu genießen. Hier will ich aber weniger auf den Minimalismus als solches eingehen und was er für mich bedeutet, dass habe ich oft genug getan, sondern wirklich speziell auf das minimalistische Wandern und was das für mich ist. Ich weigere mich hier ein wenig vom Ultraleicht-Wandern zu sprechen, weil das für mich zwei verschiedene Ansätze sind, die zwar Gemeinsamkeiten aufweisen, aber nicht synonym zu verwenden sind, daher eben die Differenzierung.

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Therm-a-Rest NeoAir

Hier möchte ich heute mal wieder Ausrüstung vorstellen, von der ich überzeugt um nicht zu sagen begeistert bin und zwar die Therm a Rest NeoAir!!!


Im Zuge meiner Bemühungen das Volumen und das Gewicht meiner Ausrüstung stetig weiter zu drosseln, stand natürlich irgendwann die Iso-Matte auf dem Plan. Bisher hatte ich immer eine Evazote benutzt, die etwas dickere Version wegen dem Komfort. Aber von Komfort war nicht wirklich etwas zu merken und mir ging es so, dass ich recht häufig die Liegeposition wechseln musste in der Nacht, weil die Auflagepunkte stets nach kurzer Zeit wehtaten. Dass sorgt natürlich für eine sehr unruhige Nacht.

Das war einer der Gründe, warum ich eine aufblasbare Matte haben wollt. Da mein Kumpel und ich meist auf sehr intensiven Touren unterwegs sind, ist es extrem wichtig, dass die paar Stunden die man zum schlafen hat, so erholsam wie möglich sind. Wir haben es bei einer Tour gemerkt, wo wir unter unserer Evazote relativ viel Zweige und weichen Waldboden hatten, es war ein ganz anderes Schlafgefühl und man hat auch wesentlich besser geschlafen. Am nächsten Tag kam es einem so vor, als wäre man an einem Tropf angeschlossen, der einem konstant mit Energy Drinks versorgt.

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Outdoor Nahrung

Outdoor Nahrung – Eine Geschichte voller Missverständnisse und Probleme. Ich war lange Zeit auf der Suche nach idealen Nahrungsmitteln für jegliche Art von Tour. Die Ansprüche waren hoch, denn es sollten mehrere Punkte erfüllt werden.

Das Volumen durfte nicht zu groß sein, sonst bekommt man bei einer mehrtätigen Tour schnell Probleme alles unter zu bekommen oder braucht schlicht einen sehr großen Rucksack. Der nächste Punkt war dann natürlich das Gewicht. Volumen und Gewicht hängen ja nicht immer zusammen. Das Gewicht durfte auch nicht zu hoch sein, man muss es schließlich tragen. Auch wenn es zu den Verbrauchsgütern zählt, zumindest am ersten Tag muss man das volle Gewicht schleppen und dann wird es eben langsam weniger. Es musste natürlich sehr nahrhaft sein, denn bei einer richtigen Trecking Tour verbrennt man Unmengen an Kalorien und die sollte man natürlich so weit es möglich ist decken. Die Nährstoffbilanz muss auch stimmen, denn nur Kalorien machens auch nicht, man muss den Körper schon mit allem versorgen was er braucht. Schmecken sollte es natürlich auch soweit und die Zubereitung weder viel Müll noch viel Arbeit machen. Bei unserer Art Tour brauchen wir wirklich die Zeit für das Bewältigen der Tour und das Essen ist mehr oder minder wie das Tanken für das Auto. Sicherlich ist mit der Schokolade ein wenig Seelennahrung dabei, aber primär ist es da, um unsere Energie wieder herzustellen.

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High Tech Hobo Kocher

Nun, ich habe vor einiger Zeit schonmal einen Bericht über meinen Hobo Kocher geschrieben, daher will ich gar nicht erst groß ausführen was das ist und warum ich ihn klasse finde.

Hier findet ihr den entsprechenden Artikel dazu. Wenn also gar nicht so recht bekannt ist, was ein Hobo Kocher ist, würde ich den verlinkten Artikel von mir empfehlen um sich etwas einzulesen. Auch dort ist es nur grob gehalten, denn das Prinzip ist sehr einfach, was ihn eben so zuverlässig und robust macht.
Nun habe ich in besagtem Artikel auch von dem High-Tech Vargo Hexagon geschrieben, viel mehr um Infos gebeten, leider habe ich keinerlei Informationen bekommen und irgendwie wuchs auch meine Neugier. Er machte jedoch auf mich einen eher fragilen Eindruck, wirkte wenig vertrauenerweckend, klein und war zudem noch höllisch teuer., weswegen ich immer ein wenig Abstand hielt. Nun, davon hat sich vieles revidiert (der Preis nicht ^^)!

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Auf der linken Seite haben wir den High Tech Hobo Kocher, auf der rechten Seite den Ikea Besteckkorb Hobo Kocher. Ich liebe meinen Ikea Hobo Kocher heiß und innig und er hat mir wahrlich treue Dienste geleistet, vor allem wenn man bedenkt, dass er nur lächerliche 3€ gekostet hat. Da stehen Preis/Leistung in einem Verhältnis, wie man es sich nur wünschen kann. ABER, und hier kommt der Pferdefuß, das Problem liegt an anderer Stelle und zwar an dem Volumen! Selbst das Gewicht ist eigentlich noch so human, dass man damit leben kann, aber das Volumen ist schon nicht gering, gerade auch wenn man bedenkt, dass man noch einen Topf mit sich führt, ist der Rucksack ganz schnell voll! Das Bild gibt hier keinen wirklichen Größenvergleich.

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Sommertour im Oktober – Reisebericht Teil 2

Sommertour

…wir sind beides Frühaufsteher, zumindest wenn wir draußen sind, so waren wir einige Stunden vor Sonnenaufgang bereits aufgestanden, hatten also Zeit. Dieser Tag hatte tatsächlich zwei Ziele. Zum einen wollte ich die letzte Nacht gerne auf dem Brocken verbringen (ich mag den Brocken unheimlich gerne) zum anderen wollten wir beide gerne den heutigen Sonnenaufgang von der großen Zeterklippe aus sehen. Wir wussten nicht, wie sie aussah, doch da sie auf einer Höhe von deutlich über 900 Metern liegt, sollte die Aussicht gut sein. Da wir aber eben noch reichlich Zeit hatten, blieben wir eine ganze Weile an dem Feuer sitzen, ich drehte mir eine Zigarette, trank meinen Kaffee und genoss den Moment…

Der komplette Bericht zu der Sommertour im Oktober ist hier zu finden.

Sommertour im Oktober Reisebericht Teil 1

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….dies sollte aber mit die beste Tour werden, die mein Kumpel C und ich jemals gemacht haben, wenn nicht sogar die beste! Die Sommertour im Oktober und die einzige andere Tour die da mithalten könnte wäre Schottland gewesen, doch dank der Millionen Midgets (siehe Reisebericht „Zwei gegen Millionen“) hatte die Schottland Tour einen gewissen Beigeschmack und Midgets schmecken bitter!

Diese Oktober Tour gingen wir ein bisschen anders an als alle bisherigen Touren und ich glaube nicht, dass wir an dieser Herangehensweise nochmal etwas ändern werden. Wir planten weniger!! Wir überlegten uns einen Startpunkt und von dort aus würde sich der Weg zeigen. Anhand der Karte würde man schauen, wo in der Nähe es interessante Punkte gab die man gerne sehen würde und danach läuft man dann. Es gab keinen festen Schlafplatz, der würde sich halt finden müssen, so gab es also auch keine „to do“ Liste, keinen Zeitplan, sondern wirklich absolute Freiheit. Warum wir dass nicht schon früher so gemacht, sondern immer ein feste Route hatten ist mir jetzt fast ein Rätsel! Diesmal fuhren wir auch nicht am Samstag Morgen los, sondern bereits Freitag Abend (daher erstmal viel Text und dann die ersten Bilder ^^ der erste Teil der Wanderung war ja dunkel), nach Dienstschluss, also 19 Uhr. Der Gedanke dahinter war der, dass man sich sobald man angekommen ist schnell einen Schlafplatz sucht, übernachtet und dann den gesamten Samstag wandern kann, ebenso den gesamten Sonntag und wir hatten uns den Montag noch frei genommen, so dass wir auch noch den halben Montag nutzen könnten……

Der komplette Bericht ist hier zu finden.

Zelt oder Biwak?

Diesmal geht es mal wieder um die Outdoor Abteilung dieses Blogs. Und zwar im speziellen um die Frage: Zelt oder Biwak. Wo es sich letztlich am besten schläft, entscheidet natürlich das eigene Empfinden. Der Eine braucht einfach den räumlichen Schutz den ein Zelt bringt, der Andere und dazu zähle ich mich, liebt es, unter freiem Himmel zu übernachten. Ich stehe eindeutig auf der Seite des Biwaksacks, aber aus rein persönlichen Gründen, ich möchte/werde dass Zelt an sich hier nicht schlecht machen, sondern die Vor- und Nachteile von beiden Möglichkeiten aus meiner Perspektive und anhand meiner Erfahrungen vergleichen.

Als ich mich mit meinem Wanderkumpan auf unsere Schottland Tour vorbereitet habe, stand trotz unserer bisherigen Biwaktouren felsenfest klar, dass wir ein Zelt nutzen würden. Dem Schutz wegen. Wir hatten uns dafür eigens ein gutes und vor allem leichtes Zelt gekauft. Der Termin rückte letztlich näher und als die Packliste für die 10 Tagestour feststand, stand auch fest, dass das Gepäck zu schwer war! Es musste alles nochmal genau sondiert werden. Mittlerweile haben wir fast alles auf extrem leichte und multifunktionale Materialien umgestellt, dass war zu dem Zeitpunkt noch nicht der Fall.

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