Zu viel Zeit draußen?

Zu viel Zeit? Eigentlich ja ein eher seltenes Problem, aber für den ein oder anderen vielleicht schon.

Je geübter man ist, desto schneller hat man sein Lager aufgebaut und manchmal muss man auch einfach improvisieren was die Pläne umwirft und verändert. So oder so kann es vorkommen, dass man viel früher mit allem fertig ist als ursprünglich geplant. Das Essen ist bereits zubereitet, aber es ist noch viel zu früh, um sich schlafen zu legen. Man hat einfach Zeit über.

Was dann?

Ich muss gleich vorweg sagen, das war bei mir noch nie ein Problem, denn die einfachste Antwort darauf was man dann tut  ist – draußen sein und es genießen! Ich möchte aber eben ein paar Tipps geben, wie man sich die Zeit vertreiben kann.

Verhindern kann man diese untätige Zeit am ehesten, indem man einfach länger läuft. Das ist aber nicht immer eine Lösung und in vielen Situationen keine Option. Gesellschaft ist natürlich auch eine gute Möglichkeit, man kann sich unterhalten aber das ist selbstredend. Aber wir gehen mal davon aus, dass man alleine ist.

In der heutigen Zeit hat man, meiner Meinung nach, immer seltener mal die Möglichkeit mit sich und seinen Gedanken allein zu sein. Dieses pure „Draußen sein“ bietet genau diese Option. Es muss ja nicht immer ein Abenteuer oder eine sportliche Herausforderung sein.

Mir geht es schon lange so, dass ich einfach nur draußen sein möchte. Diese Zeit kann man nutzen, um einfach mal zu reflektieren. Über sich und sein Leben, Probleme oder auch schöne Erinnerungen nachzudenken. Sich an Menschen erinnern die man lange nicht gesehen hat oder sich Dinge vorzunehmen, die man schon lange tun wollte und noch nicht getan hat – und sich dabei auch gleich die Frage stellen, warum das so ist und was man daran ändern kann.

Ich finde dieses „allein mit sich und seinen Gedanken sein“ ist einer der wichtigsten Aspekte daran, Zeit allein in der Natur zu verbringen. Ich nenne das immer den „grünen Akku aufladen“ und ich glaube dass den jeder von uns hat. Dabei kann man auch hervorragend einfach nur der Natur lauschen.

Ist man aber mit sich und seinen Gedanken im reinen und empfindet nicht die Notwendigkeit oder das Verlangen danach einfach mal ein wenig die Gedanken schweifen zu lassen, kann man sich natürlich auch mit gegenständlicherem beschäftigen.

Schnitzen ist da eine gute Möglichkeit. Einfach mal ein oder zwei gute Schnitzmesser kaufen, damit kann man allerhand machen. Auf jeden Fall mehr und wesentlich feiner, als mit seinem Arbeitsmesser. Nichts desto trotz kann man natürlich auch einfach das nutzen, es ist schließlich immer dabei. Sei es ein Löffel oder eine Schale oder wozu auch immer man gerade Lust hat. Hier hat man die Zeit und das Material zum üben.

Überhaupt ist das bauen von Dingen eine gute Beschäftigung finde ich. Man kann dabei seine Fertigkeiten schulen und auch was für sich nützliches erstellen. Sei es ein Bogen, einen Wanderstock oder bspw. Fallen (die man jedoch nicht einsetzen sollte! Für den Notfall, schadet es aber nicht, das ein oder andere schon mal gebaut zu habe). Wenn es ein Gebiet ist, in dem man häufig ist, kann man sich vielleicht auch ein Trapperbett bauen und das für die Nacht nutzen. Vielleicht kann man es sogar so anlegen, dass man es häufiger verwenden kann oder nach und nach ausbaut.

Feuerbohren! Wenn eins viel Zeit braucht und noch mehr Übung, dann ist es das Feuerbohren! Wenn man also zu viel Zeit hat und damit nichts anzufangen weiß, warum nicht Feuerbohren? Das ist eine gute Übung und Möglichkeit seinen Hobo Kocher oder ein Lagerfeuer in Gang zu bekommen. Dabei verfliegt die Zeit, versprochen 🙂

Sich ein Notizbuch mitnehmen und etwas schreiben ist natürlich auch eine Möglichkeit. Ebenso könnte man sich ein kleines Taschenbuch mitnehmen, sich in seine Hängematte legen und ein wenig lesen. Ein eBook Reader wäre da eine leichtere Alternative. Er wirkt draußen zwar ein wenig fehl am Platz, aber das tut ein Smartphone auch! Ich bin ein riesen Freund vom Kindle. Wenn man wegen dem Gewicht keine Lust hat ein Buch mit zu schleppen oder auch mal im dunkeln lesen möchte ohne gleich die Stirnlampe zu verwenden eine tolle Option.

Zuletzt kann man auch einfach das Gebiet noch ein wenig erkunden. Gibt es Anhöhen die man besteigen kann, große Felsformationen die man hoch kraxeln kann, oder einfach nur Tierspuren die man sich anschaut und zu bestimmen versucht? Selbiges kann man auch mit Pflanzen und Bäumen machen.

Viel mehr werde ich jetzt gar nicht aufzählen, es sollte eigentlich für jeden etwas dabei sein. Mein primärer Tipp ist aber, und der kommt von Herzen – genießt es einfach draußen zu sein und freut euch darüber mal Zeit zu haben, denn das ist wirklich ein Luxus!

In diesem Sinne.

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