Bushcraft Messer – Ka-Bar BK2 Campanion

Das Brachiale – Ka-bar BK2 Campanion


BK2 3 (Medium)

BK2 5 (Medium)

Ein Messer wie ein Panzer, ein Arbeitstier das nach Arbeit schreit und auch nach härtester Beanspruchung nur mit den Schultern zuckt und fragt: „war’s das?“.

Kommen wir aber zu den Daten. Preislich liegt es in etwa im Rahmen des Fällkniven, gehört also eher zu den teureren Messern. Es wiegt knapp 500g, ist also auch ein deutlich schwereres Kaliber, was ein Nachteil sein kann, das ist immerhin ein halbes Kilo und 2,5x schwerer als das Fällkniven, vom Mora ganz zu schweigen. Doch für das Einsatzgebiet braucht es die Masse schon. Die Klingenlänge beträgt gut 13cm. Damit braucht es also einen Grund dieses Messer zu führen und man kann es nicht ganz normal für den Alltag (das geht nur mit Klingen bis 12cm) mit sich führen, sondern besagten berechtigten Grund. Camping und Outdoor Aktivitäten im Allgemeinen gelten als Grund. Durch die Stadt würde ich damit ohnehin nicht spazieren. Es ist ein Werkzeug, das in den Rucksack gehört, auch am Flughafen gibt es also keinerlei Probleme, wenn es nicht gerade im Handgepäck liegt ;D

Die Klinge des Ka-bar BK2 hat eine Stärke von wahnsinnigen 6,4mm!

BK2 4 (Medium)

Wo das Gewicht herkommt dürfte nun klar sein, zudem beträgt die Gesamtlänge fast 28cm! Es ist eine Drop Point Klinge mit Flachschliff und aus 1095er Cro Van Stahl. Es ist nicht rostfrei! Das war für mich eine Weile ein Ausschlusskriterium, aber ich bin froh, meine Meinung geändert zu haben. Auf Tour habe ich eine winzige Flache Balistol Öl und ein paar Wattestäbchen dabei und nach dem Gebrauch wische ich es einfach grob ab und gebe etwas Öl auf die Klinge, welche zum weiteren Schutz übrigens schwarz lackiert ist. Ich hab das Messer jetzt seit 2 Jahren in Gebrauch und das Reinigen sowie Ölen mehrfach eher nachträglich gemacht und es hat bisher an keiner Stelle Rost angesetzt, obwohl von der schwarzen Schutzschicht natürlich schon ein wenig was verschwunden ist, Betonung liegt hier auf wenig! Wenn man sich die Bilder anschaut, dann sieht man, dass sich wirklich recht wenig der Schicht in diesen 2 Jahren abgetragen hat, und das obwohl damit bei jeder Tour reichlich Holz gespalten wurde.

BK2 6 (Medium)

BK2 7 (Medium)

Das Messer kommt scharf von Werk an, man kann sich damit zwar rasieren, aber nicht ganz so gut wie mit dem Fällkniven, was aber auch an der Dicke der Klinge liegen mag. Bei 6,4 mm wird das schneiden eines Blattes Papier auch schwierig, da die Klinge einfach zu dick ist – es ist scharf, glaubt mir!

Das Messer ist ganz klar nicht für feine Arbeiten gemacht. Geht es? Mehr oder minder. Es kommt darauf an, wie man feine Arbeiten beschreibt.

BK2 2 (Medium)

BK2 1 (Medium)

Filigranes ist damit nur schwerlich machbar, Feathersticks, naja, vielleicht Federn von einem dicken Vogel. Späne hingegen lassen sich eigentlich ganz gut machen.

Das BK2 ist für das gröbere gedacht, ohne Frage! Feuerholz spalten? Tür aufstemmen? Jetzt gehen wir in die richtige Richtung! Das BK2 gleitet durch Holz wie ein heißes Messer durch Butter! Äste von Bäumen schlagen? Man weiß nicht, ob es die Schärfe oder die Härte oder das Gewicht ist, aber die Äste fallen einfach runter. Ich bin kein Freund davon mit einem Messer zu hacken, aber auch das macht das Messer problemlos mit. Es hat zudem genug Gewicht um Schwungmasse zu bieten. Ich tue es dennoch nicht, Messer sind nicht zum hacken gedacht. Einzig zum entasten nutze ich es, weil es einfach so unverschämt gut geht, wobei ich es auch hier nur bis zu einer gewissen Ast Stärke dafür verwende. Ich muss dazu sagen, dass ist eine Einstellungssache! Wer keine Hemmungen hat mit einem Messer zu hacken, für den ist dieses Messer genau das Richtige, denn das wird es mitmachen, ohne Probleme, da habe ich keine Bedenken, außer vielleicht „ethische“ 😉

Wenn ein Messer das Prädikat unzerstörbar verdient, dann dieses hier! Es lässt sich auch als Brecheisen verwenden (Vorsicht ist geboten) als Hammer, und auch als Glas- oder Steinbrecher. Es ist natürlich ein Full Tang Messer und der Knauf ragt etwas hervor, damit man es eben auch als Schlagwerkzeug nutzen kann. Dabei sollte man aber auf seine Hände acht geben. Für mich eher eine Notfall Option.

Der Griff war mir ein klein wenig zu glatt. Zwar liegt er fantastisch in der Hand, aber die Oberfläche war eben glatt. Das habe ich einfach damit behoben, dass ich ein Stück Fahrradschlauch über den Griff gezogen habe. Danach ist er, für meinen Geschmack, perfekt! Die Griffschalen kann man übrigens abnehmen, sollte man etwas Gewicht sparen wollten. das habe ich nicht gemacht, daher kann ich nicht sagen, wie viel es ausmacht. Das Gewicht, ja, das ist in meinen Augen der einzige Nachteil. Wenn ich jedoch weiß, dass ich grobe Arbeiten zu tun habe, dann nehme ich das gerne in kauf. Das Messer ist einfach zum herstellen von Feuerholz gemacht und seine Spaltfähigkeiten sind besser als bei allem, was ich bisher gesehen und genutzt habe!

In diesem Sinne

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