Warum Natur uns gut tut

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Kennt ihr das auch? Ihr habt einen stressigen Tag oder irgendetwas belastet euch, oder seid einfach nur unruhig und habt das Gefühl euch erden zu müssen, seid in der Natur und habt plötzlich das Bedürfnis tief durchzuatmen und plötzlich fühlt ihr euch viel entspannter? Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Meisten dieses oder ähnliches schonmal erlebt haben.

Man fühlt sich entspannter, beruhigter, frischer, lebendiger, wie auch immer – man fühlt sich besser.

Der Mensch braucht Natur. Auch wenn das in vielen Köpfen in Vergessenheit geraten ist oder zu sein scheint. Wir kommen letztlich aus der Natur und irgendwo bleibt dieser Instinkt aus alten Tagen übrig. Klingt kitschig ist aber näher an den Tatsachen als so manch einer glauben mag. Diesen Zustand finde ich sehr bedauerlich, weil ich glaube, vielen Menschen könnte es wirklich gut tun mal wieder etwas Zeit außerhalb von vier Wänden zu verbringen. Luft zu atmen, die nicht durch irgendein Filtersystem gelaufen ist, ehe sie unsere Lungen erreicht.

Die Natur ist eine, wenn nicht DIE Seelentankstelle und ich wüsste weder einen besseren Begriff, noch eine ebenso effektive Alternative. Man wird stets und ständig von Informationen, Reklame, Lichtern, Lauten und dergleichen bombardiert. Manch einer mag das nicht so empfinden, aber wenn man ihn oder sie mal darum bittet, aktiv darauf zu achten, werden viele verblüfft feststellen, wie selten sie wirklich Stille genießen können und das sie von mehr Einflüssen umgeben sind als vermutet. Vieles blendet man nämlich aus, aber nur oberflächlich, denn das Unterbewusstsein ist quasi eine Abhöranlage, die ständig aufzeichnet und „nie“ vergisst.

Reizüberflutung ist kein Zustand, keine Besonderheit mehr, sondern eine Normalität für nahezu jeden von uns und das ist bedenklich! Sicherlich, nicht jeder reagiert darauf negativ, manche sind sich der Belastung aber auch schlicht gar nicht bewusst. Es ist eben normal geworden, das man auch Nachts keine wirkliche Stille hat, das es nur auf den Weg von und zur Arbeit (oder – noch schlimmer – von und zum Auto) frische Luft gibt, dass alles leuchtet, blinkt oder Töne macht, dass man umgeben von unzähligen Stimmen anderer Menschen ist, sei es beim Schlendern durch die Innenstadt oder im Bus oder auch auf der Arbeit, das überall elektronische Geräte sind, man auf Dinge reagieren muss, Worte, Töne, Zeichen, man fast unweigerlich den Qualm von Zigaretten oder Abgasen einatmt, oder sonstigen Gerüchen ausgesetzt ist – kurzum, all unsere Sinne stehen quasi unter Dauerbelastung.

Manchmal muss man sich einfach erden und genau das macht ein Aufenthalt in der Natur. Da reicht vielleicht schon ein Spaziergang im Park oder einfach mal das Innehalten und anhören der Stille, denn Reizüberflutung oder ein zu viel an Reizen erschöpft den Menschen geistig und damit dann auch körperlich enorm.

Um etwas weniger esoterisch zu klingen, kommen wir nun einfach mal zu ein paar Fakten.

Der Blick ins Grüne und die dortige Anwesenheit hilft dabei Stresshormone abzubauen, Bluckdruck als auch der Puls sinken wenn man in der Natur ist. Insbesondere bei Waldspaziergängen wurde dies beobachtet und zwar wissenschaftlich, nicht nach subjektivem Empfinden. Des weiteren wurde nachgewiesen, dass der Körper in Naturnähe besser heilt. So stellte man einen beschleunigten Heilungsprozess bei Genesenden fest, die von ihrem Krankenzimmer ins Grüne schauen konnten. Aber diese Fakten braucht man gar nicht, wenn man einfach mal nach draußen geht und bewusst die Natur erlebt, wird man diesen Prozess automatisch merken.

Natürlich kann ein „zu viel“ an Natur ebenfalls ängstigen, bspw. Nachts – siehe dazu die Artikel „Nachts im Wald“ oder „Wilde Tiere“ – aber wie so oft muss man einfach die Waage halten und ich glaube ein Parkspaziergang hat noch keinem geschadet.

Ich kann jedenfalls nur jedem empfehlen, einfach mal am Wochenende, vielleicht in aller Frühe, oder auch zur Dämmerung am Abend, mal zum nächst gelegenen Park oder Wald- und Wiesenweg zu gehen und dort entspannt zu spazieren, sich vielleicht irgendwo auf eine Bank oder den Boden zu setzen und bewusst tief einzuatmen um die Natur zu genießen. Ja, das funktioniert auch bei schlechtem Wetter 😉

In diesem Sinne

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