16 Tage Schweden – Bohusleden Packliste

Hallo,

hier nochmal eine komplette Bohusleden Packliste, mit allem was ich auf Tour mitnehme. Manche Dinge sind zwar extra eingepackt und auf den Bildern nicht gut zu erkennen, aber ich beschreibe entsprechend, was sich dahinter verbirgt.

Da ich keine reine Liste mache, sondern im Fließtext schreibe, werden alle einzelnen Gegenstände die ich nenne Fett hervorgehoben, dann braucht man den Text nicht lesen, wenn man nicht möchte.

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Zunächst einmal mein Survival, Hygiene und Erste Hilfe Bereich. Zum Survival und zur Ersten Hilfe hatte ich schon mal einen etwas ausführlicheren Bericht geschrieben, mit allgemeinen Hinweisen und Tipps. Hier aber nochmal spezifisch für diese Tour.

Oben links sieht man mein Handtuch und einen Waschlappen dazu. Ich nehme von beidem jeweils nur eins mit, da es unterwegs gewaschen werden kann.

Darunter befindet sich eine kleine Tüte mit roten Tabletten. In dieser Tüte sind veschiedene Medikamente. Paracetamol (Schmerzlindernd und Fieber senkend, auch leicht entzündungshemmend), Ibuprofen (Schmerzlindernd, meiner Meinung nach etwas effektiver als Paracetamol, vor allem bei Gelenkschmerzen) Anti Durchfall Tabletten (den Namen habe ich gerade nicht parat, aber die Apotheke weiß rat. Durchfall kann auf Touren wirklich schlimm sein, daher lieber was dabei haben) und die obersten roten Tabletten sind Halsschmerztabletten (antibakterielle Wirkung, Schmerzlindernd).  Da ich keinerlei Allergien habe, muss ich nicht mehr mitnehmen, als das. C Beispielsweise wird sicher noch ein Antiallergikum dabei haben, da er immer mal wieder an Heuschnupfen leidet.

Darunter haben wir Desinfektionstücher (im Notfall auch prima Anzünder) eine kleine Rolle mit Verbandstape und darin ein kleines Fläschchen mit Balistol Öl (ein absolutes Mehrzweck Öl – Desinfektion, Rostschutz, Schmiermittel etc.). Die Watte Stäbchen sind für das Öl gedacht, da ich es primär nehme, um meinem Messer etwas Rostschutz zu verpassen auf der Tour, sicher ist sicher. Der Sekundenkleber gehört auch zu der Abteilung Erste Hilfe (danke für den Tipp, den ich von einem Leser bekommen habe) und zwar, um im Notfall Wunden schließen zu können. Daneben nochmal ein Set mich reichlich Pflaster, kleiner Schere, Nagelknipser und Pinzette. Meiner Meinung nach sollte man das immer dabei haben. Genau darüber sieht man ein Paket mit 5 Kompressen und 5 Rollen Verbandsmaterial sowie ein Dreieckstuch.

Wieder oben anfangend haben wir das Outdoor Duschgel/Shampoo, daneben eine kleine Flasche zur Handdesinfektion (wenn ich Wunden behandeln müsste, oder einfach so zum reinigen der Hände), dann nach unten gehend Zahnpasta, Handcreme, Penaten Creme, Zahnbürste, Lippenpflegestift (wer den Island Reisebericht gelesen hat, weiß warum der dabei ist ^^) und etwas Wundheilsalbe.

Wieder oben beginnend sieht man zunächst mein Ka-Bar Becker BK2 Messer, das ist mein Hauptmesser für alles grobe, Holz spalten etc. In der kleinen Tasche an der Scheide befindet sich ein Light my fire Feuerstahl. Links darunter in einem Gefrierbeutel sind meine Arbeitshandschuhe, daneben meine Anzünder, Wattebälle mit Vaseline (die besten Anzünder überhaupt). Dann folgt meine Stirnlampe (Spark) und daneben zwei in Panzertape eingepackte Ersatzbatterien, es folgen Kompass (natürlich), Feuerzeug (sicher ist sicher, außerdem bekomme ich mit einem Feuerstahl keine Zigaretten an ^^) Panzertape (um eine alte Plastikkarte gewickelt) und nochmal einen Gefrierbeutel (falls man zusätzliches Wasser transportieren muss oder sowas) und ein paar Wasser Entkeimungstabletten (C hat einen Wasserfilter dabei, daher sind es nur so wenige Tabletten, sprich als Backup) Rechts sind dann meine Laplander (eine großartige Säge!!!) und mein Mora zu sehen. Ich liebe das Mora, hier in der Version mit Feuerstahl darin. Es ist durch das Ka-Bar vielleicht nicht 100% notwendig, aber feine Arbeiten wie Holz auffächern oder sowas, mache ich lieber mit dem Mora. Ob es aber tatsächlich mit dabei sein wird, entscheide ich kurz vorher. Das wäre so ein Gegenstand, um ein paar Gramm zu sparen, denke aber, dass es dabei bleiben wird.  Zuletzt sieht man etwas Paracord und meinen Mückenschutz für das Gesicht (wer den Schottland Reisebericht gelesen hat weiß auch, warum der IMMER dabei ist ^^)

Auf diesem Bild sieht man leider nicht viel mehr, als das ich Kunde bei Netto bin ^^ Ein bisschen was dazu erzählen möchte ich aber dennoch und ich verlinke die Artikel sowieso wieder 🙂

Zu oberst sieht man mein aufblasbares Kissen. Das möchte ich nicht mehr missen. Es wiegt wenig, aber verbessert den Komfort enorm. Natürlich kann man auch Kleidung zusammen knüllen und diese als Kissen nutzen, die paar Gramm an Gewicht nehme ich aber gerne in Kauf, denn das Kissen ist besser…und hat keine Reißverschlüsse ^^

Rechts daneben habe ich, in einem Gefrierbeutel gesichert, Ersatz Unterwäsche und Socken (je zwei Mal, da unterwegs gewaschen wird, reicht das). Direkt darunter sind einmal meine Wasserfesten Handschuhe und eine warme Mütze. Ob die Mütze wirklich mit kommt, wird sich zeigen, denn im Moment sind die Wetterdaten noch in so hohem Bereich, das ich lieber noch ein Kurzarmshirt einpacken sollte. In dem anderen Gefrierbeutel befindet sich ein normales Buff und das Windstopp Buff (daher überlege ich die Mütze daheim zu lassen, Buff sollte reichen). In der Netto Tasche befindet sich eine Mammut Fleece Jacke, ein Longsleeve und eine Mammut Windstopp Weste. Das und mein North Face triclimate Down Parka geben ein sehr gutes modulares System ab, das für alle Wetterarten die richtige Kombination bietet, wobei ich die Daunen Jacke aus dem Parka ausgezippt habe. Das wäre insgesamt zu warm geworden.

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Kommen wir hier nun zu dem größten Paket, dem Essen!! Es ist diess mal wirklich irre, wie viel wir zu Essen mitnehmen, dennoch ist es gerade genug um den täglichen Bedarf zu decken. Wir waren halt ansonsten mit viel zu wenig unterwegs. Nicht umsonst haben wir bei dem Island Trip ca. 6 KG abgenommen. Das sollte so nicht mehr passieren. Ich werde hier jetzt nichts zu dem Essen schreiben, weil ich ja erst einen Artikel HIER dazu geschrieben hatte. Zum Kochen nehme ich einen Topf mit Henkel und aus Edelstahl mit (schön robust, wenn auch etwas schwerer, für das Lagerfeuer aber ideal). Grundsätzlich wird mit Feuer gekocht, aber ich habe eine kleine Kartusche Gas und meinen kleinen Gas-Kocher als Backup mit dabei. Des weiteren sind eine Nalgene und der darunter passende Tatonka Becher dabei. Zum essen nehme ich einen einfachen Emailie Löffel.

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Das letzte Foto könnte man auch „Reste“ nennen. Es zeigt insgesamt mehr, als ich mitnehmen werde, aber da ich noch nicht 100% sicher bin, was mitkommt, ist hier auf dem Foto noch alles zu sehen. Im Moment warte ich noch auf den Rush72 den ich gerade erst bestellt habe, da mir der Rush24 mit dem Moab10 gekoppelt insgesamt zu ausladend ist, da braucht man fast n Signal wie ein LKW beim Rückwärtsfahren. Da ich den Rush72 ja nun aber erstmal kennenlernen muss, weiß ich eben noch nicht genau, was mitkommt. Hängt davon ab, wie es sich packen lässt.

In dem roten Ortlieb Packsack befindet sich mein Schlafsack (von Yeti,leider habe ich die Version die ich habe nirgendwo mehr gefunden. Ist ein Kunstfasersack und bis in den Minusbereich sicher). Der ist dadurch Wasserfest verpackt und die Rolle wird unter den Rucksack geschnürt. Funktioniert beim Rush24 hervorragend und wird beim Rush72 sicher genauso gut gehen. Ich werde berichten. Zusätzlich zum Schlafsack ist die Therm-a-Rest NeoAir Xlite in dem Sack untergebracht sowie meine Rückreisekleidung. Die Neo Air ist purer Komfort und es liegt sich darauf dermaßen angenehm, dass ich sie nicht missen möchte. Dennoch ist sie, weil auch extrem leicht, sehr dünn, weshalb ich ihr allein nicht vertrauen mag und noch eine weitere Isomatte mitnehme. Zum Glück ist die NeoAir so leicht, sonst würde ich das sicher nicht machen. Ein Satz kompletter Kleidung für die Rückreise empfinde ich als sehr angenehm. Hier zu erwähnen wäre vielleicht die 5.11 tactical Pants. Die kann ich ebenfalls als Outdoor Hose nutzen. Sehr robust und stark Wasserabweisend. Ansonsten nochmal Unterwäsche und Socken, als auch ein normaler Longsleeve.

Dann kommt die erste Entscheidung. Entweder, ich nehme die Bundeswehr Mehrzweckmatte mit, oder die einfache Evazote. Eins davon kommt unter die NeoAir, schützt diese und ist gleichzeitig ein Backup, falls die NeoAir versagt. Natürlich habe ich ein Flickset für die NeoAir, aber Nachts hat man da ggf. nicht die Muße zu, und wenn noch eine Matte unter einem ist, gibt es, bis auf den Komfort, auch erstmal keine Notwendigkeit. Ich tendiere zur Evazote, weil sie bei nur knapp 100g mehr Gewicht eine deutlich bessere Isolation bietet, als die Mehrzweckmatte der BW. Das nächste wäre ein Sitzkissen. Welches ich da mitnehme hängt primär von der Iso-Matte ab. Kommt die BW Matte mit, brauche ich eigentlich kein Sitzkissen, da ich die Matte als solches verwenden kann, bei der Evazote geht das nicht so schnell. Auf ein Sitzkissen will ich nicht mehr verzichten. Der Hintern bleibt warm und trocken, egal wo man sich hinsetzt, das ist nicht zu verachten. Gerade wenn man lange am Lager sitzt, ist es nicht unwichtig dass man nicht von unten her auskühlen kann. Welches der beiden Sitzkissen ich nehme, wenn eins mitkommt, das hängt davon ab, was sich besser verpacken lässt.

Rechts neben den Matten ist mein kleines Amüsement Pack. ^^ Da wären einmal Spielkarten, meine Zigaretten bzw. Tabak und Blättchen, mein Brillenetui und meine Pfeife samt Filter, Tabak, Reiniger und Co. Ja, ich bin nicht Ultraleicht unterwegs, aber ich habe bei allen bisherigen Touren schon darauf verzichtet, aber diesmal habe ich mir vorgenommen schön am Lagerfeuer ein Pfeifchen zu rauchen. Ich bin sowieso Pfeifenraucher und daher wird das auf Tour ein besonderer Genuss auf den ich mich schon sehr freue 🙂 Nach 3-4 Tagen hat sich durch das ganze Essen das Gewicht vom Rucksack schon gut reduziert und so kann ich mit den paar Gramm mehr durchaus leben. Das ist es mir wert.

Auf keinem Bild zu sehen sind die 10 Pakete Taschentücher die ich noch mit habe. Und einen Grillrost, den ich nur evtl. mitnehme, was vom Endgewicht abhängt. Auch eine kleine Packung Feuchttücher ist noch dabei.

Am Körper trage ich diee wasserfeste Fjällräven Karl Trousers Hydratic, Falke Socken, meine Meindl Island, den besagten North Face Triclimate Down Parka (ohne die auszippbare Daunenjacke) und ein Shirt.

Ich denke damit habe ich nun alles genannt. Wenn noch Fragen bestehen, einfach fragen. Für Tipps und Anregungen bin ich natürlich auch immer offen 🙂

In diesem Sinne.

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