Reiseplanung Teil 4 : Erste Hilfe

Nachdem ich eine Weile wieder nicht zum Schreiben kam, möchte ich jetzt gerne die Reihe der „erfolgreichen Reiseplanung“ fortführen.

Wie in den vorherigen Teilen konzentriere ich mich wieder auf ein Thema und gebe ein paar Anregungen dazu. Was ich schreibe soll hier nicht in Stein gemeißelt sein, sondern wirklich nur als Anregung verstanden werden, alles auf die eigenen Bedürfnisse zu zu schneiden. Diesmal geht es, wie man dank der Überschrift unschwer erahnen kann, um die Erste Hilfe.

Mein Wanderkumpel und ich halten es so, dass ich das große Erste Hilfe Paket zusammenstelle und er ein kleines Ersatz Paket hat. Erste Hilfe zählt zu meiner Abteilung, daher haben wir es so verteilt. Das kleine Paket dient als Backup.

Ich bin selber Ersthelfer und werde Jährlich 1x geschult, damit das vermittelte Wissen möglichst frisch bleibt. Ich kann wirklich jedem empfehlen solche Kurse wahrzunehmen. Sei es dienstlich bedingt, wie es bei mir der Fall ist, oder auch privat. Es kann niemals von Nachteil sein sich oder Anderen Helfen zu können. Im Zweifel kann es, so pathetisch es klingen mag, um Leben oder Tod gehen. Wenn man weder Zeit noch Lust hat, sollte man sich vielleicht aber doch mal ein Buch zu dem Thema schnappen, da wäre einmal das der Malteser oder aber direkt auf den Outdoor Bereich bezogen das wahrscheinlich schon bekannte Buch von Jochen Vogel. Beide Bücher kann ich empfehlen, ersetzen aber keinen wirklichen Kurs, das nur mal vorweg gesagt und nur meine Meinung.

Kehren wir aber zurück zum Thema. Was soll man mitnehmen? Das richtet sich zunächst danach, für wie viele Personen man Erste Hilfe bei sich haben möchte. Ich mag die Tatonka Taschen ziemlich gerne, da gibt es einmal die Mini Version, die Basic Version und die Complete. Für Tourenleiter und/oder größere Gruppen für mehere Tage gibt es dann auch noch das Advanced Paket. Ich mag die Taschen von Tatonka sehr gerne da sie sehr robust sind und auch mit hochwertigem Inhalt gefüllt. Man bekommt hier jeweils ein rundum Sorglos Paket. Der einzige Nachteil besteht darin, dass die Taschen nicht Wasserdicht sind. Da aber mein Rucksack immer vor eintretender Nässe geschützt wird, ist das kein Problem, Wasserabweisend sind sie zudem allemal. Wer ganz sicher gehen will, für den bietet Ortlieb auch diverse Pakete an, einfach mal schauen was einem zusagt, Tatonka hat da auch ein Paket aber eben nur in einer Standard Größe, da kann man sich nichts aussuchen.

Letztendlich kann man sich aber auch sein eigens Paket zusammenstellen und individualisieren sollte man es ohnehin immer. Ich orientiere mich bei meiner Ausrüstung ziemlich an dem Tatonka Complete und erweitere es. Grundsätzlich ein Paket für 4 Personen, aber ich möchte gerade bei der ersten Hilfe lieber zu viel dabei haben, als zu wenig. Folgendermaßen sieht mein Paket für Touren aus, die über mehrere Tage gehen und durch ziemlich ausgesetztes Gebiet.

  • 1 x eine Packung ganz normale Wundpflaster 
  • 1 x Verbandtuch mittel und klein
  • 1 x Rolle Fixierpflaster
  • 10 x Wundkompresse
  • 1 x kleines Erste Hilfe Büchlein mit den wichtigsten Informationen
  • 10 x Alkoholtücher
  • 1 x Handdesinfektion
  • 1x Wunddesinfektionsspray
  • 1 x Verbandschere
  • 1 x Splitterpinzette
  • 1 x Rettungsdecke
  • 4x Vinyl-Handschuhe,
  • 1 x Rolle Sporttape
  • 1 x Dreiecktuch (Viskose),
  • 4 x Verbandpäckchen groß
  • 4 x Verbandpäckchen mittel
  • 1x Ibuprofen (Schmerzmittel)
  • 1x Imodium Akut (bei akutem Durchfall)
  • 5x Kohletabletten (gegen Vergiftung und Durchfall)

Dann sollte man natürlich noch das hinzufügen, was man für sich, oder seine Reisebegleiter benötigt. Gibt es Allergien? Wenn ja, ist ein Antialergikum dabei? Heuschnupfen? Sind Augentropfen dabei? Asthma? Ist ein entsprechendes Spray dabei. Und so weiter.

Wenn man also für den Bereich der ersten Hilfe zuständig ist, sollte man zunächst in Erfahrung bringen, ob bei irgendjemandem irgendwelche Besonderheiten vorliegen. Es ist auch nicht verkehrt die Blutgruppen zu kennen, die eigene sowieso. Wenn man als einziger ein Erste Hilfe Set mit sich führt, unbedingt daran denken den Mitreisenden genau zu zeigen, wo sich dieses befindet. Es kann einem schließlich auch selber was passieren und dann ist es wichtig, das die anderen reagieren können.

Das Set ist recht umfangreich und, wie gesagt, primär für lange Touren in ausgesetztem Gebiet konzipiert und etwa für 2 Personen (nach meinen Maßstäben). Für kleine Touren kann man da natürlich deutlich abspecken. Kann man, muss man aber nicht. Ich habe ein Set das ich mitnehme, egal zu welcher Tour. So habe ich immer alles dabei und wenn man sich die einzelnen Bereiche anschaut, so schwer ist es nun wirklich nicht. Zudem muss ich dann nicht immer was hin und her Packen oder mehrere Sets bauen. Gehts auf Tour, schnappe ich mir mein Erste Hilfe Set und fertig. Ich weiß, das alles dabei ist.

Wenn ich dann wieder daheim bin, wird alles nochmal überprüft und ggf. erneuert. Bei Medikamenten sollte man natürlich immer auf die Haltbarkeit achten.

Ein kleines erste Hilfe Büchlein (kein richtiges Buch) würde ich auf jeden Fall mitnehmen. Man findet sowas im Internet kostenlos zum ausdrucken oder in fast jedem erste Hilfe Kasten. Wenn tatsächlich etwas passiert, weiß man nicht wie man reagiert und um einem Blackout vorzubeugen, ist es nie verkehrt wenn man kurz einen Spickzettel hat. Auch wenn einem selber etwas passieren sollte und die Mitreisenden nicht so bewandert in der ersten Hilfe sind, ist es nicht verkehrt wenn sie schnell einen Blick werfen können um sich die Sicherheit zu geben, das richtige zu tun – zu helfen.

Einen sehr ausführlichen Artikel zu diesem Thema mit weiteren Informationen zum Erstellen einer Rucksackapotheke findet ihr auch auf der Seite von Bergzeit unter folgender Adresse:

https://www.bergzeit.de/magazin/rucksackapotheke-reiseapotheke-wandern-trekking/

Je mehr Wissen zu diesem Thema man sich zuführt, desto besser! Deswegen lieber einen Artikel mehr lesen, als einen zu wenig, oder am besten gleich einen Kurs besuchen 🙂

Ich hoffe für jeden, dass das Erste Hilfe Set niemals geöffnet werden muss und ich wünsche mir für jeden, dass es da ist, wenn es doch gebraucht werden sollte!

In diesem Sinne, passt auf euch auf.

 

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